Text-Bild-Ansicht Band 13

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103). Es wird, es muß unter diesen Fabrikanten Concurrenz entstehen, wodurch sowohl die Güte ihrer Waare, als die Billigkeit ihres Preises für die ganze Zukunft gesichert bleibt, während die vorgeschlagene Subscription keinen inländischen Fabrikanten ermuthigen kann, neue Capitalien auf vollkommenere Maschinen zu verwenden, auch nie und nimmer einen großen Fabrikanten in das Land loken wird; und mit halben Maßregeln ist nicht geholfen.

Wir haben dieß geschrieben, obschon wir überzeugt sind, daß wir jeden Buchstaben vergeblich geschrieben haben. Wir können nicht die goldenen Worte führen bei denjenigen, die diesem National-Wehe abhelfen könnten, wie die Kaufleute, welche bei Waaren-Verboth natürlich verlieren, und dieses aus ihrem Interesse hintertreiben werden. Wir können auch nicht solche Worte führen, wie diejenigen, denen es immer darum zu thun war, ist, und seyn wird, daß Baiern nie zu jener Kraft gelangt, zu welcher es seine Löwen-Natur bestimmt hat. Diximus et salvavimus animam nostram bavaricam.

Ueber Parkers Patent-Lampe. Mit Abbildungen auf Tab. V.

Hr. D. W. im 12ten Bd. 3ten Heft des polytechn. Journ. scheint Unrecht zu haben (oder hat vielmehr Unrecht), wenn er sagt, daß Parkers Lampe bloß durch das Gleichgewicht zwischen Queksilber und Oehl wirke, und das Luftgefäß daran nicht wesentlich nöthig sey. Parkers Lampe ist vielmehr mit der von Edelkranz gar nicht zu vergleichen, und das Queksilber kann in ersterer das Oehl nicht in die Höhe treiben, da es in einem ganz abgesonderten Raum sich befindet, und nicht die geringste Berührung mit dem Oehle hat.

Bei Parker befindet sich das Queksilber in dem Ringe a, Fig. 18. der mit dem Oehlraum b, in keiner Verbindung steht. In das Queksilber im Raum a taucht der Täucher ein, und die Spannung der Luft in dem Täucher wird das Queksilber nur am äußern Rand des Täuchers etwas weniges erhöhen, und am innern Rand etwas niederdrüken, wie dieses an Gasometern zu chemischen Operationen oft der Fall ist, wenn man die Gloke etwas in das Queksilber hinein drükt. Das Queksilber in Parkers Lampe dient daher nur einzig dazu, um den Luftraum im Täucher hermetisch zu verschließen. Der Druk des Täuchers sezt die Luft in seinem inneren Raum in eine höhere Spannung als die der Atmosphäre ist, damit sie auf das Oehl drüken und es in der mittelsten Röhre in die Höhe treiben kann. Wasser anstatt des Queksilbers zur Sperrflüssigkeit zu nehmen, wäre darum nicht möglich, weil es durch den nämlichen Druk der Luft innerhalb des Täuchers, an dem äußeren Rande desselben ziemlich so hoch als das Oehl getrieben würde, und am äußeren Rande der Lampe überlaufen müßte.

Wenn Hr. D. W. sagt, daß die Elasticität der zusammen gedrükten Luft in einer warmen Stube vermehrt werde, das Oehl dadurch beim Brennen heraus getrieben würde und den Docht ersäufe, so glaube ich auch dieses nicht. Wahrscheinlich drükt die vermehrte Elasticität der Luft auf den Täucher und hebt ihn etwas höher, so daß nun der Luftraum innerhalb desselben etwas größer wird, und so das ursprüngliche Gleichgewicht sich wieder herstellt. Die vermehrte Elasticität der Luft, würde nur dann das Oehl beim Brennen heraustreiben, wenn der Täucher am Boden der Lampe oder

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derselben. Wir könnten mehrere Baiern nennen, die, als Fabrikanten, in Oesterreich beinahe halbe Millionäre geworden sind, während ihre leiblichen Brüder, bei ähnlichem Gewerbe, in Baiern beinahe an den Bettelstab kamen. – Gewerbsfreiheit, Aufhebung der Binnenzölle, freier Verkehr durch Deutschland und Verboth aller fremden Waaren, die wir selbst machen können, dieß ist es einzig, was uns, was die Wundesstaaten vor gänzlicher Verarmung retten kann.