Text-Bild-Ansicht Band 13

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eine sehr blasse Farbe mittheilen wollte: allein oberflächliche Farben lassen sich auch auf bereits verfertigtes Papier auftragen. Indessen gibt es auch hier einige Kunstgriffe bei dem Auflegen dieser Farbe, die der Verfälscher nur bei der Papierbereitung selbst nachahmen kann: so kann die Farbe durch eine besondere Vorrichtung in der Form und durch einen sehr dünnen Seiher statt des Drahtes in dem Siebe gesprenkelt aufgetragen, und der durchscheinenden Wasser-Marke eine Art von Schattirung gegeben werden: auf diese Weise, erhält das Papier zweierlei Wasser-Marken, eine dunkle und eine durchscheinende, deren vereinigte Wirkung sehr schön spielt, und nur bei der ursprünglichen Verfertigung des Papieres hervor gebracht werden kann. Diese Marke ist unzerstörbar, und das Papier fällt dabei dünner aus.

Auf allen obigen Papier-Sorten läßt sich noch eine andere Marke in dem Inneren desselben anbringen, die nur bei dieser Art von Papier-Bereitung möglich ist. So kann die erste Lage nach dem Kautschen auf der Mühle schwarz oder farbig bedrukt werden, und Figuren aller Art, selbst die Nominalwerthe der Banknoten können so zu sagen in das Herz derselben gedrukt werden. Auf dieses bedrukte Blatt wird noch ein Mahl eine Lage sehr feinen durchscheinenden Papieres entweder glatt oder mit der Wasser-Marke geschöpft, und mit dem Druke in dem Inneren der Banknote vermengt oder verbunden. Durch diese äußere Deke ist nicht nur der Druk geschüzt, sondern er kann auch nicht zum Behufe der Verfälschung abgeklatscht oder radirt werden. Ebenso kann auch das Papier noch in seinem unvollendeten Zustande, während es noch feucht ist, bedrukt, und dann erst alaunt werden, wodurch die so eben erwähnte Gefahr gleichfalls vermieden wird. Uebrigens lassen sich, durch verschiedene Verbindungen der obigen Verfahrungsweisen, noch eine unendliche Menge von Abänderungen zur Sicherstellung vor Verfälschung treffen.