Text-Bild-Ansicht Band 13

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und dieser der rauhe Geschmak benommen, ohne daß sie angebrannt wird.

Nachdem sie hinlänglich getroknet wurde, kommt sie in weite Tröge oder Gossen zum Abkühlen, und, wenn dieses geschehen ist, auf Stahl-Mühlen, welche mit der Hand oder durch irgend eine andere Kraft getrieben werden: in den Gossen sind Schieber angebracht, um das Nachschütten in die Stahl-Mühle zu reguliren.

Dasjenige, was hier durch die Mühle läuft, wird in Kisten aufgefangen, und zur weiteren Zubereitung in die gewöhnliche Sieb-Maschine gebracht. Die Walzen in dieser Sieb-Maschine bestehen aus feinem Draht-Gitter, von 20 bis 30 Drahten im Quadratzolle, und der Durchlauf durch das feinste dieser Siebe ist zum Gebrauche fertig. Ein Eßlöffel voll hiervon mit 2 Löffelvoll kaltem Wasser vorläufig zur gleichförmigen Masse angerührt, und dann mit einer hinlänglichen Menge Wassers nur einige Minuten lang gekocht, gibt den beßten Gerstenschleim, den man sonst nur durch langwieriges Kochen und unter vielen Umständlichkeiten erhält. Man kann ihn mit Citronensaft, mit Honig oder Zuker versezt genießen. Wenn man Milch und Wasser, statt Wasser allein, nimmt, so gibt dieß eine herrliche Nahrung für Kinder. Auch zur Verdikung der Fleischbrühe, eine halbe Stunde vorher, ehe man dieselbe vom Feuer nimmt, dient sie sehr gut.

Auch Hafer kann man auf dieselbe Weise bereiten und Hafergrüze, und Puddings hieraus von ganz vorzüglicher Güte verfertigen.

Der Patent-Träger nimmt bloß die Art, die Gerste zu troknen, als sein Patent-Recht in Anspruch, indem die auf diese Weise getroknete Gerste, Graupe etc. alle Klimate ohne alles Verderbniß verträgt.