Text-Bild-Ansicht Band 16

Bild:
<< vorherige Seite

LII. Ueber chromsaures Ammonium-Kupfer. Von Hrn. Vuaflart.

Aus dem Journal de Pharmacie. December 1824. S. 607.

Als ich neulich ein grünes Wasser bereiten wollte, mit welchem die Apotheker (in Frankreich) gewöhnlich ihre Officinen außen übertünchen, und das Verschießen derselben in der Sonne zu vermeiden suchte, welches gewöhnlich bald nach der Bereitung desselben Statt hat, indem man nämlich blaue und gelbe Pflanzen-Farbe unter einander mengt, so löste ich neutrale chromsaure Pottasche in einer, und schwefelsaures Kupfer mit etwas Ammonium in der anderen Flasche auf. Ich mengte die beiden Auflösungen, und erhielt alsogleich eine sehr reiche und gesättigte grüne Farbe, die man, nach Belieben, zur Erlangung des gewünschten Farbentones mit mehr oder weniger Wasser verdünnen kann.

Ich wußte nicht, ob diese grüne Farbe eine Mischung von Gelb und Blau, oder eine wahre Verbindung ist, und mengte daher eine Auflösung von chromsaurer Pottasche mit einer Auflösung von schwefelsaurem Kupfer ohne Ammonium. Es hatte eine wechselseitige Zersezung Statt, die Flüßigkeit trübte sich stark, und es fiel ein rothbraunes Pulver, chromsaures Kupfer, zu Boden. Ich zweifelte nun nicht, daß, in dem ersten Falle, wo schwefelsaures Ammonium-Kupfer angewendet wurde, das chromsaure' Kupfer, welches sich bildete, augenbliklich von dem Ammonium wieder aufgelöset wurde. Um mich von der Richtigkeit meiner Ansicht zu überzeugen, vertheilte ich einen Theil chromsauren Kupfer-Pulvers in 20 Theilen destillirten Wassers; die Flüßigkeit ward alsogleich klar, und sehr schön sattgrün.

So wie man diese Flüßigkeit bei gelinder Wärme allmählich verdampfen ließ, und das Ammonium sich verflüchtigte,