Text-Bild-Ansicht Band 17

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XLVII. Ueber die zwekmäßigste Richtung der Zugstränge bei dem Fuhrwesen, und über den Vortheil, welchen sie gegen die gewöhnliche Lage derselben gewährt. – Entworfen von Wiegrebe, Ch. Hess. Capitän.

Mit Abbildungen auf Tab. I.

§ 1. Theorie und Erfahrung, behauptet die allgemeine Ansicht, bestätigen diejenige Richtung der Zugstränge als die beste, welche mit dem befahrenen Boden parallel läuft. Eine nähere Beurtheilung der eintretenden Umstände widerspricht diesem und ergibt eine, auf der Seite des Wagens niedrigere Befestigung, d.h. eine nach vorn aufsteigende Lage der Stränge als vortheilhafter; dann:

§. 2. Man denke sich Fig. 1. unter BE, eine gegen den Horizont, BW, geneigte Ebene mit dem Böschungswinkel, γ. Auf ihr steigt das Rad, h, k, l, in die Höhe. In dem Mittelpunkte, c, von dessen Achsschenkel ab; ist das Gewicht der gefahrenen Last vereinigt, und drükt mit einer Kraft = L' lothrecht gegen den Horizont. Es entsteht daraus für die Bewegung des Rades, von Seiten der geneigten Ebene, ein Hinderniß = A, und zu diesen noch von Seiten der Friktion ein zweites = F.

§. 3. VGI, bedeute die Richtung des Fahrweges, die unter dem Winkel, β, gegen den Horizont austeigt, und von der, BE, nur eine Anomalie ist. In dieser befinden sich bei G, die Hinterhufe und ohngefähr bei, I, die Vorderhufe des Pferdes. Bei, H, sind die Zugstränge an der Brust des Pferdes befestigt, welche um den Winkel, ψ von der Lothrichtung, HI, abweichend über, P, hinaus in die Last greifen.

§. 4. Aus dem Bestreben des Pferdes, die Brust (H), von den Hinterhufen (G) zu entfernen, geht in H, eine Kraft, M, nach der, unter dem Winkel, α, von dem Boden, GI, auf welchem das Pferd steht, aufsteigenden Richtung hervor.

Eine zweite Kraft, Q, steht in demselben Punkte durch das Gewicht des Vorderkörpers lothrecht nach unten (+ Q),