Text-Bild-Ansicht Band 17

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Miller, der zufällig diesen Ausruf hörte, aus die Idee, eine Dampfmaschine aus ein Both zu sezen, und so der Erfinder der Dampfbothe zu werden: ehevor hatte er an seinem Triple-Vessel bloß Menschenkraft.

Sein Sohn bemerkt in dem oben erwähnten Aufsaze, daß man in Italien im 15ten Jahrhunderte mit kleinen Fahrzeugen auf Flüßen mittelst Ruder-Rädern fuhr, und führt ein Werk eines Robertus Valturius de re militari, 1472 Veronae, an, in welchem hiervon gesprochen wird. Wahrscheinlich hat dieser Rob. Valturius seine Notiz aus dem älterem Werke, welches Stewechius, in seinem Commentare zu Vegetius, (polyt. Journ. Bd. XVII. S. 133.) anführt.

Der schöne Aufsaz des Hrn. Patrick Miller verdiente in irgend einem der vielen periodischen Blätter der Cotta'schen Buchhandlung dem deutschen Publicum in einer Uebersezung mitgetheilt zu werden, um so mehr als Süddeutschland Hrn. Baron v. Cotta eines seiner ersten Dampfbothe verdankt.

Ueber Entfärbung des Syrupes durch einige Mineralien

hat Hr. Payen in den Annales de Chimie, T. 28. S. 182. einige interessante Versuche dargestellt. Während thierische Kohle (Beinschwarz) dem Syrupe 2/3 seiner Farbe entzieht, hat schwarze Kreide von Rennes denselben um 1/4 entfärbt: Schiefer von Muß, um Autun, der viel Erdharz bei dem Rösten gab, nur um 1/6; bituminöser Schiefer von Monte-Viale gar nicht; verkohlter Schiefer von Menat bei Clermont um 3/5.

Verfahren um durchscheinende Seife zu verfertigen.

Talg ist die Basis aller Toiletten-Seifen, die unter dem Namen Windsor-Seifen bekannt sind, indem Baumöhl eine Masse bildet, die zu schwer schmilzt und einen zu starken Geruch behält um Wohlgerüche aufzunehmen. Wenn man Talgseife mit Hülfe der Wärme auflöst, so wird sie keim Erkühlen wieder fest. Dieser Umstand leitete auf die Erfindung der durchscheinenden Seife. Wenn diese Seife gehörig bereitet ist, so sieht sie aus, wie seiner weißer Zukerkandel. Zum Färben derselben eignen sich vegetabilische Färbestoffe besser als mineralische.149) Man kann sich diese Seife leicht bereiten, wenn man ein Stük Windsor-Seife (Seife, die aus frischem reinem Talg bereitet wurde) klein schneidet, in einer dünnen Glasflasche zur Hälfte mit Alkohol (starkem entfuselten Weingeist) füllt, in die Nähe des Feuers (oder auf erwärmten Sand) so lange stellt, bis alle Seife klar aufgelöst ist. Gießt man nun die Auflösung in (blecherne) Model und darinnen erkalten, so erhält man die durchscheinende Seife.150) (Archives des découvertes et Inventions nouvelle, auch im Repertory of Patent Invention N. 2. August. 1825. S. 108.)

149)

Hiezu zieht man den Farbstoff mit dem Alkohol, der zum Auflösen der Talgseife verwendet wird, vorher aus. Zum Rothfärben kann man Alkannawurzeln, Fernambukholz oder Cochenille nehmen. Zum Gelbfärben: Saffran, Gilbwurzeln u.s.w. D.

150)

Sezt man der Auflösung einige Tropfen ätherische Oehle zu, dann kann man diese Seife von den verschiedensten Wohlgerüchen darstellen. Dazu eignet sich Bergamotöl, Citronenöl, Lavendelöhl, Nelkenöl, Orangeblühtenöl, Zimmetöl u.s.w. D.