Text-Bild-Ansicht Band 19

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1) weil es wohlfeiler ist; 2) weil es weniger empfindlich für die Veränderungen der Temperatur ist, weil es länger seine Regelmäßigkeit behält, und weil es fester ist; mehrere Spiegelfabriken wenden heut zu Tage auch Platten von Gußeisen an; die große Schwierigkeit besteht aber darin, sie ohne Blasen zu gießen, und deren Oberfläche vollkommen zuzurichten.

Hr. Hoyau zeigte der Gesellschaft an, daß es dem Gießer, Hrn. Thiébault, Rue de Paradis-Poissonnière N. 14, gelang diese Aufgabe zu lösen, und eine Eisenplatte von 12 Fuß Länge auf 7 Fuß 4 Zoll Breite, und 5 Zoll 6 Linien Dike zu gießen, welche für eine Spiegelfabrike im Departement de l'Aisne bestimmt ist.

Da diese Platte, welche 20 Milliers wiegt, auf beiden Seiten zugerichtet werden sollte, so mußten beide Oberflächen derselben gleich schön seyn, was Hr. Thiébault nöthigte, dieselbe senkrecht in einem eigens zu diesem Zweke bereiteten Model zu gießen; eine Schwierigkeit, welche mehrere geschikte Gießer abschrekte.

Hr. Hoyau, dessen mechanische Talente bekannt sind, unternahm es, diese Platte auf die ihm eigene Weise, auf die er so eben ein Brevet d'invention für 15 Jahre erhielt, zuzurichten. Diese Operation hatte den besten Erfolg. Er übernimmt es eine, auf beiden Seiten vollkommen zugerichtete, Platte von dieser Größe um 20,000 Franken zu liefern.

Wir wollen bloß hinzufügen, daß die Idee Platten von Gußeisen zum Gießen von Spiegeln anzuwenden, nicht neu ist; daß zwei derselben sich in der schönen Fabrik von Commentry, Departement de l'Allier, sich befinden, und daß sie, obgleich sie kleiner und dünner sind, als die angeführten, doch sehr gut zugerichtet sind, und ihren Zwek vollkommen erfüllen; sie wurden in den Gießereien von Nevers gegossen.

XLVIII. Composition und Gebrauch eines zum Reinigen der Wäsche tauglichen Gummi von Hrn. Brilhac. (Description des brevets d'invention. T. VII. 1824. S. 369.)

Aus dem Bulletin des sciences technologiques. Nov. 1825. S. 304.

Dieser angebliche Gummi ist nichts anderes, als eine Harzseife, zu welcher der Hr. Verfasser folgende Bereitungsart empfiehlt: