Text-Bild-Ansicht Band 19

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auf zähen und härteren Metall, eben so gut, wie die englischen. Sie brachen nicht so leicht aus, man mußte sie aber etwas weniger anlassen, als die aus englischem Stahle verfertigten. Wenn dieser nähmlich gelbbraun, so muß jener nur gelb angelassen werden. 7) Ein aus dem Heyder'schen Stahle verfertigter Polirstahl ersezte durchaus den englischen nicht, er zeigte beim vorsichtigsten Hämmern ungleiche Härte, und blieb flinzig. Es wird bei demselben die besondere Dichtigkeit des englischen vermißt. Was die Feilen betrifft, so sind sie nicht so hart, als die englischen, jedoch härter, als andere; der Hieb ist gut.

Ueber Barbier-Messer

finden sich ein paar Notizen im Mechanics' Magazine, 7. Jäner 1826. S. 190 und 192. Hr. Bernardo, „der beste Barbier-Messermacher, den ich jemahls kannte,“ heißt es, erklärt es für höchst schädlich, Barbier-Messer, wie es gewöhnlich empfohlen wird, vor dem Gebrauche in heißes Wasser zu tauchen. Er empfiehlt vielmehr, dieselben, wenn es kalt ist, in das Bett zu legen, aus welchem man eben aufgestanden ist, oder, „wie die Barbierer aus der alten Schule zu thun pflegen,“ bei sich in der Hosentasche zu tragen. Bei gewöhnlicher Witterung reicht es hin, das Barbier-Messer auf dem Ballen der Hand zu erwärmen. – Ein anderer Herr fragt: woher es kommt, daß Barbier-Messer, welche anfangen schlecht zu schneiden, wieder eine recht gute Schneide bekommen, wenn man sie mehrere Monathe liegen läßt? Die Richtigkeit dieses Phänomens bestätigen alle Barbierer.

Befestigung der Lohn-Nägel.

Im Mechanics' Magazine, 7. Jäner 1826. S. 190. wird, zur Vermeidung des häufigen Unglükes, welches durch Verlieren dieser Nägel so oft geschieht, vorgeschlagen, jeden solchen Nagel in der Nahe seines Endes mit einem Schraubenloche zu versehen, und in dasselbe eine starke Daumschraube einzuschrauben. Die Kosten sind nicht bedeutend, und man ist auf diese Weise gegen alle Gefahr gesichert.

Kohlenblende als Feuer-Material auch in Amerika gebraucht.

Kohlenblende wird nach Silliman's american Journ. IX. Bd. (Gill's Repos., Decemb. S. 366.) auch in America zum Heizen vorzüglich größerer Gebäude, in welchen eine große Masse Luft erhizt werden muß, und selbst in Schmieden, ja neulich sogar auf einem Dampfbothe verwendet; jedoch in einem besonderen Apparate und mit besonderer Behandlung. Hr. Gill vermuthet, daß diese besondere Behandlung nichts anderes, als Anwendung des Dampfes auf dieselbe ist, wie Hr. Evans bei den Gas-Cokes es an seiner Dampf-Maschine versuchte. Vergl. polytechn. Journ. B. XVIII. S. 232. Auch mit beigemengter bituminöser Kohle läßt sich die Kohlenblende bei starkem Luftzuge recht gut brennen.

Ueber Mandsley und Fields Patent.

Um das in den Dampfkesseln zur Dampferzeugung nothwendige Wasser immerdar zu erneuern, vorzüglich bei Dampfmaschinen auf langen Seereisen, um das Anlegen von Salz und anderen in dem Wasser befindlichen Substanzen in dem Kessel zu verhindern, welches wir im lezten Hefte dieses Journals S. 134. mittheilten, macht das Repertory of Patent Inventions, January, 1826. S. 56. die gegründete Bemerkung, daß das Seewasser nicht bloß Kochsalz, sondern auch Gyps, Kohlensäure, Bittererde, kohlensauren Kalk enthält, welche alle sich bald am Boden ansezen, da die beiden lezteren schon durch die Hize allem niedergeschlagen, und zugleich auch vom Metalle selbst angezogen werden. Diese Niederschläge ziehen wieder ähnliche Stoffe, und auch Salze selbst an, wie man an den sogenannten