Text-Bild-Ansicht Band 19

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an den Töpfen beschreibt,165) um den Zink in Dampfgestalt durch dieselben nach jenem Orte entweichen zu lassen, wo er verdichtet werden soll. Dieses Verfahren ward selbst schon lange vor Sheffield angewendet, und es dürfte vielleicht sehr schwer seyn, neue Formen und Methoden in der Metallurgie zu erfinden.

Die ersten Chemiker klagten, daß die gegenwärtige Methode, den Zink aus seinen Erzen zu gewinnen, sehr mangelhaft ist, und wir können diese Klagen selbst noch bei dem Verfahren der Patent-Träger wiederholen. Durch das Rösten der Erze muß viel Zink verloren gehen, und die Patent-Träger haben keine Verbesserung dabei vorgenommen. Vielleicht dürfen wir auch an den Vortheilen der Anwendung der Perl-Asche, des Kochsalzes, des gelöschten Kalkes zweifeln, da die Patent-Träger sich hierüber nicht genauer erklärten, und keine ältere oder neuere chemische Theorie dafür spricht. Es scheint vielmehr, daß die Anwendung dieser Körper bei ihrer Neigung die Oxide zu verglasen und zu verschlaken, nachtheilig wirken muß.166)

CXXX. Verbessertes Verfahren bei Bereitung des Essiges, worauf Joh. Ham, Essigmacher zu West-Coker, Somersetshire, sich am 7. October 1824 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions. Februar 1826. S. 128.

Man bedient sich hier eines Apparates zum Sättigen der Flüßigkeit mit Luft, und Unterhaltung der gehörigen Temperatur. Dieser Apparat besteht aus einem großen tiefen Fasse oder Gefäße von ähnlicher Form, welches in der Mitte durch eine durchlöcherte Scheidewand, oder durch ein Gitter, das auf Querbalken horizontal ruht, abgetheilt ist. Durch diese Scheidewand, und

165)

Vergl. polyt. Journ. B. XIII. S. 406.

166)

Zu Döllach in Kärnthen werden die Zinkhütten nach der Methode des Bergrathes Dillinger betrieben, worüber man in Schultes Reise auf den Glockner Thl. 1. S. 337. Erwähnung findet.

D.