Text-Bild-Ansicht Band 21

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beiden Wagen auf der Eisenbahn nachgeben kann, mittelst der Arme, in welche dieselbe sich zertheilt, in die arbeitenden Cylinder, c, c, wo die Ein- und Ausgangs-Klappen auf ähnliche Weise geöffnet und geschlossen werden, wie in den gewöhnlichen Dampfmaschinen. Nachdem der Dampf seinen Dienst geleistet hat, entweicht er durch die Röhre, w, w, in den Schornstein, und durch denselben in die atmosphärische Luft. Die Wagen, welche durch diese Maschine gezogen werden sollen, werden an dem Hintertheile des Kessel-Wagens angebracht.

Diese Maschine ist wohlfeiler und einfacher und dauerhafter, als irgend eine Dampfwagen-Maschine, die man bisher kennt.

LXIII. Bemerkungen über Dampfwagen.

Aus dem Bulletin de la Société d'Encouragement. April. 1826. S. 111.

Seit einiger Zeit beschäftigt man sich an verschiedenen Orten Frankreichs mit Errichtung von Eisenbahnen, und mit Ausmittelung von Wagen, welche auf denselben laufen sollen; diese Wagen werden gewöhnlich von einer ambulirenden Dampfmaschine gezogen. Im Bulletin von 1815, p. 80, machten wir jene Maschine bekannt, welche zu Leeds in Schottland91) zum Trausporte der Steinkohlen benüzt wird; diese Maschine war eine einfache, ohne Verdichtung, ging eine franz. Meile (3 Miles), in Einer Stunde, und zog 30 Wagen, wovon jeder beiläufig mit 17 Zentner Steinkohlen beladen war.

Anfangs des verstoßenen Jahres machte man in dem Steinkohlenbergwerke zu Killingsworth bei Newcastle einen Versuch mit einer fahrenden Dampfmaschine voll der Kraft von 55 Pferden: sie wog sammt ihrem Wagen mit dem Wasser- und Steinkohlen-Vorrathe, 110 Zentner. Man errichtete dieselbe auf einem, 1 1/2 Meile langen, Theile der Eisenbahn, dessen Fall 1/793, betrug, und hing an dieselbe 12 Wagen, wovon jeder

91)

Ist mit Erlaubniß des Herzogs von Yorks, in Yorkshire in England, nicht in Schottland. A. d. Ueb.