Text-Bild-Ansicht Band 27

Bild:
<< vorherige Seite

Eisenbahn zwischen Darlington und Stockton.

Zwischen Stockton und Darlington fährt eine Landpostkutsche auf einer Streke von 12 englischen Meilen mit 6 Reisenden in derselben, und 16 Reisenden auf dem Dekel, von einem einzigen Pferde gezogen, mit einer Geschwindigkeit von 10 1/4 engl. Meilen auf Eine Stunde. (Mechanics' Magazine, N. 232. 2ten Februar. S. 16.)

Hr. v. Barnstapple's Segel aus Leder.

Hr. L. de Barnstapple ließ unter seinen Augen ein sogenanntes Glüks-Segel aus Leder für einen Mauth-Cutter verfertigen. Man bediente sich dieses Segels bereits ein Jahr über mit dem besten Erfolge. (Galign. Messenger. Bulletin d. Sc. techn. Decbr. 1827. S. 356.)

Gas-Schifffahrt.

Hr. Brown, dessen Maschine wir im polytechn. Journ. Bd. XXIII. S. 561. beschrieben haben, machte mit seinem Gasbothe am 29. Novbr. 1827 einen neuen Versuch (schon der frühere im Julius angestellte fiel befriedigend aus), und fuhr gegen eine starke Strömung mit derselben durch die Blackfriar's Brüte ohne alles Hinderniß. Man wird diese leichte Vorrichtung auch an Wagen anbringen. (Galign. Messeng. 30. Nov. 1827. Bullet. d. Sc. technologiques. December. 1828. S. 350.)

Hrn. Pinkus's neue Gasreinigung.

Hr. Pinkus aus Nord-America hat zu London eine patentirte Gas-Beleuchtungsanstalt errichtet, in welcher er Gas von einer bisher noch ungekannten Reinheit und vollkommener Geruchlosigkeit liefert. Er hält sein Verfahren noch geheim, weil die Patente, die er nahm, noch nicht alle gesiegelt sind.

Zur Geschichte der Gasbeleuchtung

dient ein Aufsaz im Mechanics' Mag. N. 231. S. 445, der für die Gas-Beleuchtungs-Bücher-Fabrikanten (Gas-light-Book-Makers), die HHrn. Clegg, Crasley, Accum, Peckston etc., für künftige Geschichtschreiber dieses werkwürdigen Zweiges der Industrie einige interessante Notizen enthält, welche jedoch nicht allgemeines Interesse für unsere gegenwärtigen Leser genug besizen, um dieselben mehr als hierauf aufmerksam machen zu dürfen.

Gasbeleuchtung zugleich ein Heizmittel.

Hr. Strutt in Derby fing an Kohlengas zugleich zur Beheizung bei seinem Beleuchtungs-Apparate zu benüzen. Schon bei den ersten Beleuchtungs-Versuchen mit Kohlengas, schon zu Winsor's Zeiten, hat man von dieser doppelten Benüzung gesprochen, dieselbe aber bis jezt auf eine unglaubliche Weise vernachläßigt. „Kein Haus in London,“ sagt Herr Loudon in seinem Garden-Magazine, „das viele Gaslichter hat, bedarf eines Ofens oder eines Herdes, außer zum Kochen, und wenn Kohlengas nur noch etwas wohlfeiler zu haben wäre, würde man in großen Städten auch keinen Herd mehr nöthig haben.“ (Mechanics' Magaz. N. 232. 2. Febr. S. 15.)

Ueber die Bewegung und den Ausfluß der atmosphärischen Luft und des gekohlstofften Wasserstoffgases in Röhren. Von Hrn. Girard.

Hr. Girard hat in einem Mémoire sur l'écoulement de l'air atmosphérique et du Gas hydrogéne carboné dans les tuyaux de conduite in den Mémoires de l'acad. roy. des Sc. de Paris, T. V. p. 1. nach dem Bulletin des Sciences technologiques, Decbr. 1827, S. 346 erwiesen:

1) daß das gekohlstoffte Wasserstoffgas und die atmosphärische Luft unter gleichem Druke sich nach denselben Gesezen bewegen und genau denselben Widerstand in denselben Röhren erleiden, und dieß unabhängig von ihren specifischen Dichtigkeiten;