Text-Bild-Ansicht Band 28

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Alles den Werth der Zeit nach dem Grundsaze: Zeit gewonnen, Alles gewonnen, zu berechnen weiß.

Patentregenschirme.

Die Nr. 29. des Register of Arts and Journ. of Patent-Inventions und das Supplement zum 5. B. des Repertory of Patent-Inventions, S. 430 führen eine Erfindung eines englischen Meisters Staberl, Hrn. Joh. Gregor Hancock, zu Birmingham, an, für welche derselbe ein Patent nahm, und also 1500 fl. bezahlte, damit er allein das Recht hat, schlechte Regenschirme zu machen. Diese Erfindung besteht darin, daß Hr. Hancock, statt des Fischbeines oder der gespaltenen spanischen Röhrchen, Weidenruthen nimmt, durch deren Mitte er der Länge nach elastische Metalldrahte durchzieht. Er lakirt sie dann außen wie Fischbein. – Die Elendigkeit dieser Patenterfindung ist zu einleuchtend, als daß wir ein Wörtchen hierüber zu verlieren brauchten: nur warnen wir das deutsche Publicum, wenn unsere Regenschirmfabrikanten uns mit solchem lakirten Fischbeine patentmäßig bedienen zu wollen geneigt seyn sollten, gegen solche gebrechliche Waare auf der Huth zu seyn.

Ueber Samuel Pratt's Patent gegen Seekrankheit.

Wir haben von diesem Patente zu seiner Zeit Anzeige gethan (polytechn. Journ. B. XXV. S. 233). Wir haben daselbst ein uns noch kräftiger zu wirken scheinendes Mittel vorgeschlagen, einen Hängeapparat nach Art desjenigen, in welchem der Compaß aufgehängt ist. Es freut uns, daß das Repertory of Patent-Inventions in seinem lezten Hefte, dem Maihefte, S. 309, indem es an dem Erfolge des Patentmittels zweifelt, unseren empfohlenen Hängeapparat vorschlägt, dessen Einrichtung ohnedieß jedem Seemanne von seinem Compasse aus bekannt ist.

Patent-Panoramen-Malerei.

Ein Hr. Prevost ließ sich zu Paris am 3. Junius 1816 ein Patent auf 10 Jahre für sein Verfahren bei Verfertigung von Panoramen ertheilen, welches in der Description des Brevets, B. 13. S. 5, und aus dieser in dem Repertory of Patent-Inventions mit einigen Anmerkungen der Redaction, Mai, S. 314 übersezt ist. Es ist schwer zu sagen, was ungereimter ist, ein Patent auf so etwas zu nehmen oder zu geben.

Mason's Verbesserung seiner Patentachsen und der Schmelztiegel.

Wir haben Mason's Patentachsen nach Gill's techn. Repos. 10. B. S. 243, 11. B. S. 193 im polytechn. Journ. B. XXIII. S. 215 bekannt gemacht. Hr. Gill erzählt in seinem neuesten Maihefte, daß Hr. Mason seine Patent-Gußeisenbüchsen innenwendig mit vier Langenfurchen zur Aufnahme der Schmiere auch an den gemeinen Achsen mit dem besten Erfolge angebracht hat, und daß wenn beide gehörig gehärtet sind, man mehrere hundert Meilen mir denselben ohne alles Schmieren fahren kann. Um die Räder bei schlechtem Wege weiter von einander laufen zu lassen, hat er ein senkrechtes längliches Loch durch die schraubenförmigen Enden der Arme der Achse angebracht, die Schraubenniete 6- oder 8ekig gemacht, und in jeder Eke ein Loch angebracht, so daß der Lohnnagel durch die Achse und das Niet zugleich geht, also jede Umdrehung der Schraube in 6 oder 8 gleiche Theile getheilt wird, wodurch die Räder weiter von einander gestellt und genauer als gewöhnlich befestigt werden können. Hr. Mason hat zugleich auch die Schmelztiegel verbessert, indem er bei seinen eisernen Büchsen, die er sich selbst gießt, in einem und demselben Tiegel während 60 Stunden ununterbrochener Arbeit zwei und dreisig Mahl geschmolzen, und mehr als 1600 Pfund Eisen aus demselben Tiegel gegossen hat.

Ueber Eisen- und Stahlerzeugung in Indien.

Hr. Gill liefert uns im Aprilhefte seines technol. Repos. S. 221 einen Auszug aus der interessanten, bei uns in Deutschland zu wenig bekannten und