Text-Bild-Ansicht Band 30

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ist, als sein Gasmesser. Er erlaubte uns eine Beschreibung von demselben mitzutheilen.

Fig. 8 zeigt einen Durchschnitt dieses Instrumentes. A, ist ein metallnes Gefäß, mir einem Einschnitte quer durch die Mitte des oberen Theiles desselben, in welchen die Röhre des Trichters paßt, B; der Trichter ist oben zur Aufnahme des Regens weit genug ausgebreitet, und in dem Behälter befestigt. C, ist ein Schaukeltrog, der sich auf Zapfen dreht, die eine messerförmige Schneide haben; er selbst ist in der Mitte abgetheilt. Dieser Trog ruht entweder auf einer oder auf der anderen der beiden Stüzen, D, D, die an den beiden Seiten des Behälters angebracht sind, und zwar so lang, bis eine hinlängliche Menge Regens in den höheren Theil desselben gefallen ist, wo dann dieser schwerer wird, und jene Stellung annimmt, die die punctirten Linien zeigen, folglich auf der gegenüberstehenden Stüze, D, ruht. Nun wird also der Regen in den anderen, jezt höher stehenden Theil des Troges fallen, bis er denselben wieder schwerer gemacht haben wird, als den anderen Theil, der bereits hinabsank, und wird sich wieder auf die vorige Stüze, D, legen. Dieß Schaukelspiel wahrt so lang, als der Regen dauert.

Durch dieses Schaukeln wird mittelst eines Hebels an der Achse des Troges ein Räderwerk in Bewegung gesezt, welches Zeiger treibt, die auf einem Zifferblatte die Menge Regens anzeigen, welche während einer gegebenen Zeit gefallen ist. E, ist eine Pipe, durch welche man das aufgesammelte Regenwasser ablassen kann.

Dieser Apparat ist höchst einfach; auch hat Hr. Crosley schon vor mehreren Jahren ein Patent auf denselben genommen.156)

LXXIII. Ueber eine einfache und wohlfeile Methode, Treibhäuser, Ananaskasten, Treibkasten, Orangerien etc. zu heizen, von Hrn. G. Cottam, F. H. S.

Aus Gill's technological Repository. II. B. N. 6. S. 330.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Ich sende Ihnen hier Zeichnungen von zwei verschiedenen Vorrichtungen, mittelst welcher ich Treibhauskasten, Ananashäuser, Orangerien mittelst heißen Wassers heize. Die eine, rechts von dem Kessel,

156)

Nach dem Edinburgh philosoph. Journal. Nr. 7. S. 182 beträgt die Menge Regens, welche jährlich im Durchschnitte in England fällt, 32 Zoll. Nach einem Schreiben des Hrn. Scott jun. aus Bombay beträgt aber die daselbst im Anfange der Regenzeit niederfallende Menge Regens in zwölf Tagen allein schon 32 Zoll. Kein Wunder, wenn dann „alle Straßen zu Bächen werden.“ A. d. Ueb.