Text-Bild-Ansicht Band 31

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VII. Verbesserte Methode Holz auszutroknen, worauf Joh. Steph. Langton, zu Langton juxta Partney, Lincolnshire, sich am 11. August 1825 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions. N. 34. S. 228.

Mit Abbildungen8) auf Tab. I.

Diese verbesserte Methode besteht darin, daß das auszutroknende Holz, Bauholz oder anderes Holz, in luftdichte Gefäße gebracht wird, aus welchen die Luft mittelst einer Luftpumpe zum Theile ausgezogen wird, und die, während dieser Arbeit, mittelst eines Dampf- oder Wasserbades (welches leztere wieder mittelst Dampfes geheizt wird), oder auch mittelst eines Sandbades, in welchem der Sand durch Röhren geheizt wird, erwärmt werden, wodurch die Feuchtigkeit in diesem Holze in Gestalt von Dampf ausgetrieben, als solcher abgeführt, und in einem luftdichten Kühl-Apparate so verdichtet wird, daß das Holz dieselbe nicht mehr wieder einsaugen kann.

Fig. 16, zeigt den Aufriß eines Gefäßes zur Aufnahme des Holzes von geradem Schlage. Es ist aus Gußeisen, in Einem Stüke oder in mehreren: in lezterem Falle sind diese Stüke mittelst Aufsäzen luft- und wasserdicht zusammengefügt. Diese Gefäße müssen stark seyn, und einen gleichförmigen äußeren Druk von wenigstens 15 Pfd. auf den □ Zoll auszuhalten vermögen. Wo man sich eines Wasserbades bedient, müssen sie vorzüglich an dem unteren Ende stark seyn, woselbst sie, wenn sie dreißig Fuß lang sind, einem äußeren Druke von 30 Pfd. auf den □ Zoll widerstehen müssen, während sie an dem oberen Ende wenigstens 15 Pfd. Druk auf den □ Zoll sollen ertragen können: für die Zwischenhöhen müssen Zwischengrade angenommen werden; es ist aber immer besser, sie stärker, als schwächer, zu machen. Diese luftdichten Gefäße müssen senkrecht in einem Dampf- oder Wasserbade aufgestellt werden, und in lezterem Falle soll das Wasser nur bis auf zwei Zoll über die Schulter, A, reichen. Diese Schulter dient zur Stüzung eines steinernen Flözes über dem Bade, welches Flöz zugleich die oberen Enden der Gefäße fest an ihrer Stelle hält, und da es mit Mörtel überzogen ist, hält es die Wärme des Bades zusammen, dessen Deke es bildet.

8)

Wir haben von diesem Patente im 26. B. S. 211 des Polytechn. Journ., nach dem London Journal of Arts Nachricht gegeben, welches keine Abbildung lieferte. Da Hr. Tredgold, wie wir gleichfalls im Polytechn. Journ. bemerkten, dieser Methode seinen Beifall schenkte, und Hr. Langton die Patent-Erklärung, die er bei dem schottischen Patente gab, deutlicher und besser findet, als diejenige, die er früher in der Erklärung der englischen Patente gegeben hat, und erstere im Repertory mit Abbildung vorkommt, so haben wir diese hier ihres practischen Werthes wegen wieder mitgetheilt. A. d. R.