Text-Bild-Ansicht Band 32

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Erfindung eines Hrn. Delasme, einen solchen Rauch verzehrenden Ofen beschrieben hat. Boerhave beschreibt diesen Apparat des Hrn. Delasme in seinen Elementis Chymiae, so wie der unsterbliche Guyton Morveau in den Annales d. Chim. 1809.

Elsom's Patent-Ofen zu Brüssel.

Ein Hr. Elsom erhielt zu Brüssel ein Patent auf einen Ofen, dessen Röhren sich wie die einzelnen Röhren an einem Fernrohre aus einander ziehen lassen, so daß man dadurch den Ofen nach Belieben größer und kleiner machen und die Wärme nach Belieben an diese oder jene Stelle im Zimmer hinleiten kann. Galignan. Mess. a. a. O.

Kohlen-Monopol zu New-Castle aufgehoben.

Bisher bestand ein Verein der Kohlengruben-Besizer zu New-Castle, durch welchen dieselben sich verbanden, die Kohlen um einen bestimmten Preis zu liefern. Seit einige ehrliche Männer sich von diesem Vereine trennten, hat derselbe sich aufgelöst, und das Resultat war, daß der Preis der Steinkohlen an der Grube um 4 Shilling der Chaldron fiel. Man sieht hier, wohin das Zunftwesen führt, das man selbst dort wieder einführen will, wo es die Weisheit humaner Regenten, wie Joseph II., und Napoleon, längst verbannte. (Globe. Galignani Messeng. N. 4353.

Whiskey-Bereitung in Schottland.

General-Major Stewart erzählt im Quarterly Journal und im Regist. of Arts. N. 62. S. 224, daß einige schottische Bauern, um sich der ungeheueren Abgabe der Brantweinbrennereien zu entziehen, ihren Brantwein, Whiskey, in Wäldern und Felsenhöhlen verstohlener Weise bereiten; daß sie unter freiem Himmel maischen müssen, und daß dieser so Rips Raps bereitete Brantwein weit besser ist, und weit theuerer bezahlt wird, als der in den ordentlichen Brennereien nach allen Regeln der Kunst bereitete; daß sie zwar bei ihrem tumultuarischen Verfahren weniger Brantwein erhalten, daß ihnen aber der geringere Ertrag an Menge durch höheren Werth ersezt wird. Man ließ diese Leute in einer ordentlichen Brennerei mit guten Geräthen arbeiten, und ihr Whiskey ward so schlecht, wie jener der gewöhnlichen Brennereien. Woher kommt dieß? – Von dem schlechten Finanz-Systeme des Aufschlages. Vergl. die Anmerkung bei Dubrunfaut's Bericht über die Brantwein-Brennereien zu Schiedam in Holland im 2ten März-Hefte l. J.

Wirthschaft bei Gas-Beleuchtung.

Nach einer Abhandlung des hochw. Hrn. W. Taylor, zu York, (im Februar-Hefte des Philosoph. Magazine) vergrößert ein Stük Drathgeflecht auf den gläsernen Rauchfang einer Argand'schen Glaslampe gelegt die Flamme augenbliklich um das Doppelte, und das Licht um eben so viel. Bei einer Argand'schen Oehllampe wird zwar die Flamme, aber nicht das Licht, zuweilen dadurch verstärkt. Daß dieser Versuch keine müssige Spielerei ist, wurde am Mechanics Institute zu York im Großen erwiesen. Dieses Institut brauchte in einem seiner Säle bei Sechs Argand'schen Gas-Lampen in drei Stunden 25 Minuten Einhundert Kubikfuß-Gas. Man versah die gläsernen Rauchfange dieser Lampen mit Kappen von Drath-Gewebe, und erhielt das vorige gewohnte Licht mit fünfzig Kubikfuß Gas. (Register of Arts N. 62. 20. März. S. 221.)

Ueber Mikroskope.

Bei aller Verehrung, die man vor Hrn. Amici's Mikroskopen zu haben gezwungen ist, muß man gestehen, daß die englischen Optiker seit Baker tue Verbesserung des Mikroskopes nicht außer Augen ließen, und daß Hr. Pritchard durch seine Demant- und Sapphir-Mikroskope viel geleistet hat. Die bisher mit dem Mikroskope vorgenommenen Verbesserungen sind indessen in einzelnen Heften