Text-Bild-Ansicht Band 32

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Joh. Evans's d. jüng. Dampfmaschine.

Hr. Evans, d. jüng., Papiermacher zu Morton Mills, bei Wallingford Berkshire, ließ sich am 25. Jäner 1828 ein Patent auf eine Dampfmaschine mit umdrehender Bewegung ertheilen. Das Repertory of Arts beschreibt sie im April-Hefte S. 227. ohne alle Abbildung, so daß man sich keinen deutlichen Begriff von derselben machen kann. Es sagt am Ende bloß, daß die Methode, nach welcher die Stämpel wirken, dieselbe wie in Foreman's Maschine (Repert. of Pat. Invent. I. Bd. S. 451. Polyt. Journ. Bd. XX. S. 354.) und in Wright's (Repert. III. Bd. S. 114. Polyt. Journ. Bd. XXII. S. 193.), und daß das Neue in dieser Maschine bloß in dem abwechselnden Spiele der Cylinder liegt, so daß sie wirklich Statt zweier Maschinen dient. Uebrigens ist das Repertory in Hinsicht dieser Maschinen ganz der Meinung Tredgold's, und fürchtet, daß dieses Patent wegen mangelhafter Beschreibung in einen Prozeß verwikelt werden kann.

Dampfboth der HHrn. Dufuß und Comp.

Die HHrn. Dufuß und Comp. ließen Anfangs März ein Dampfboth auf ihrer Werfte von Stapel, das die Große einer Fregatte von 40 Kanonen hat, und dessen zwei Dampfmaschinen die Kraft von 190 Pferden haben. Es soll mehr Ladung fassen als das bisher größte Dampfboth in England, die Queen of Scotland. Es wird den Namen Duke of Wellington führen. (Aberdeen chronicle. Galignani Mess. 4371.)

Ueber die Eisenbahn zwischen Liverpool und Manchester.

Diese Eisenbahn schreitet rasch vorwärts. Sie fängt unter der Erde zu Liverpool an, und ist fünf Viertel engl. Meilen lang in einer Höhe von 16 Fuß und 22 Fuß Breite durch Fels gehauen. Sie steigt in diesem majestätischen Stollen auf 49 Fuß um 1 Fuß, und erspart die steile Höhe, über welche die Straße von Liverpool nach Manchester führt. In ihrem weiteren Verlauft führt sie durch einen langen und tiefen Morast, wo gleichfalls alle Hindernisse glüklich beseitigt sind. Zulezt endlich läuft sie über eine hohe Wasserleitung über den Sankey. (Bulletin d. Scienc. technol. Jan. S. 77.)

Eisenbahn von St. Etienne nach Lyon.

Auch diese Eisenbahn naht sich ihrer Vollendung. Von 55,000 Meter sind bereits 14,820 fertig. Gegenwärtig kostet der Transport für metrische 10 Ztr. von St. Etienne nach Lyon 18–20 Franken. Die Eisenbahn-Gesellschaft liefert ihn auf dieser Eisenbahn für 5 Franken 80 Centim. (Bullet. indust. de St. Etienne. Bull. d. Sc. techn. Jan. 1829. S. 77.)

Contrebande in England.

Der Herald sagt, er habe Kron-Anwälde nennen gehört, die durch ihre Vertretung der Regierung in Fiscal-Processen wegen Contrebande sich jährlich 30,000 Pfd. Sterl. verdienen (360,000 fl.) (Galignani. N. 4370.)

Ueber Ferguson's und Falconer Atlee's Patent-Maste.

Das Repertory of Patent-Inventions gibt im März-Hefte l. J. Nachricht von den Patent-Masten des Carl August Ferguson, Mastmachers zu Mill Wall, Poplar, Middlesex, und des Jak. Falconer Atley, Prospect-Place, Deptfort, Kent, worauf dieselben am 22. Dec. 1827 ein Patent nahmen. Ohne Zeichnung hilft diese Notiz durchaus nichts, obschon das Repertory S. 158. erklärt, daß diese Maste eine wichtige Verbesserung der Maste des berühmtesten Schiffbaumeisters in England, Sir Robert Seppings, sind, welche im zweiten Bande der gegenwärtigen Reihe des Repertory, S. 331, (Polyt. Journal Bd. XXVII. S. 376.) beschrieben sind. Das Repertory besorgt sogar, daß bei den sauberen bestehenden Patent-Gesezen die HHrn. Ferguson und Atley Prozeß bekommen können. Es rettet die Ehre Englands, in welchem die heutigen ministeriellen