Text-Bild-Ansicht Band 32

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Fig. 6. a ist ein Gefäß, das über einen Lampen-Ofen gestellt wird, und in welchem eine hinlängliche Menge Wassers enthalten ist. b ist ein Doppel-Gefäß, wovon das äußere unten offen, das innere ein metallner, mit einem fein durchlöcherten Boden versehener, Becher ist, in welchen der gemahlene Kaffee gethan wird, c ist ein viertes Gefäß, das auf b paßt, und mit einer Klappe d versehen ist. Wenn das Wasser in a kocht, so steigt der Dampf durch den Kaffee b in die Höhe: der Dampf häuft sich aber, so wie das Wasser fortfährt zu kochen, in dem Gefäße a an, drükt auf das in diesem Gefäße enthaltene Wasser, und treibt es durch die Röhre es in das Gefäß c hinauf; in diesem bleibt es so lang, bis der darunter angehäufte Dampf endlich die Klappe d aufstößt, wo es durch dieselbe in das Gefäß b auf den Kaffee herabläuft, und durch diesen durchlaufend wieder in das Gefäß a gelangt, sich daselbst mit dem Wasser mengt, und so wieder in die Höhe getrieben wird, bis endlich alles zu gutem (??) Kaffee wird, der dann bei f abgelassen werden kann.

Das Register bemerkt mit Recht, daß ein guter Theil des Kaffee-Aroms auf diese Weise verloren gehen muß; wir fürchten sehr, daß der Kaffee in dieser Maschine schlecht ausfallen wird, und daß selbst diese kleine Dampf-Maschine unter Umständen bersten kann. Wenn man das Wasser in dem Gefäße a bloß zum Kochen bringt; wenn die Klappe d Gefäß c gießt, durch dessen Klappe, die es durch seinen Druk öffnet, es auf den Kaffee in b herab, und durch diesen durch nach a stießt, so mag der Kaffee gut werden. Eine solche Kaffee-Maschine ist aber nicht neu; sie ist älter, als die älteste Kaffee-Schwester, und kann nur vor einem Patent-Office, wie das englische, ein Patent erhalten. Wie sie im National Repository sub No. 63. einen Plaz finden konnte, sehen wir nicht ein.

LXXXVIII. Einige Worte über Caval. Morosi's Hypothese zur Erklärung des Berstens der Dampf-Kessel, von Dr. Ernst Alban.

Es scheint, als wenn wir jezt in einem Jahrzehend leben, wo man Alles recht geflissentlich aufsuchen will, eine der nüzlichsten Erfindungen für unsere Industrie, die Dampf-Maschinen, nicht allein bei dem großen Publiko, als auch selbst bei Eingeweihten in Mißkredit zu bringen, indem man dem bei weiten schon zu großen Geschrei