Text-Bild-Ansicht Band 32

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weit besser erreicht werden kann; und daß überhaupt feststehende Dampfmaschinen weit besser sind, als solche, die sich drehen, indem bei lezteren ein großer Theil der Kraft verloren geht, und die Cylinder an denselben sich auch leicht so sehr abreiben, daß sie vor der Zeit in ihrer Höhlung oval werden.

Hrn. Smorodinof's Windmühlen.

Im Moskauer Telegraphen (Moskovsky Telegraph, März, 1826. p. 156.) wird eines Supplementes zu einem Werke über Verbesserungen an Windmühlen von Major Wladomir Smorodinof erwähnt, der auf seinem Gute zu Montsof, im Gouvernement Tambof, 40 Werfte von Elata, Windmühlen mit metallnen Mühlbottichen errichtete, die weit länger dauern, und noch ein Mal so gut mahlen, als die hölzernen. (Bullet d. Scienc. techn. März, d. 230.)

Ueber Horton's Methode, Cylinder durch Zusammenschweißen zu bilden,

(wovon wir im Polyt. Journ. Bd. XXXI. S. 91. Nachricht gegeben haben) erklärt das Repertory im Supplement zum VII. Bd. S. 425, nachdem es eine Notiz über das Patent desselben ohne Abbildung gegeben hat, daß es seinen Beifall dieser Erfindung gänzlich versagen müsse, indem Gut Schweißen eine der schwierigsten Arbeiten der Schmiedekunst ist, so daß es kaum möglich wird, alle Theile, die hier geschweißt werden müssen, vollkommen gesund und stark zu erhalten; und daß, wenn dieß möglich wäre, Zeit und Kosten bei der Arbeit die gewöhnlichen Kosten gegossener Cylinder weit übersteigen würden. – Wir sind indessen der Meinung, daß, da Flintenläufe auch nur geschweißt sind, wenn die Cylinder, nach Horton's Methode, gut geschweißt wurden, zumal da so viele Reife um dieselben laufen, immer brauchbar werden können. Wir wissen ja, daß aus hölzernen Kanonen geschossen worden ist.

Polirte Stahlwaaren gegen Rost zu schüzen.

Die Stahlarbeiter zu Sheffield reiben alle polirte Stahlwaaren, z.B. Barbiermesser, nachdem sie die lezte Politur erhielten, mit ungelöschtem Kalkstaube; kleinere Artikel sollen sie vor dem Einpaken zum Verkaufe in Kalkwasser tauchen. (Recueil industriel. N. 26. S. 212.)

Mittel gegen den Rost.

Die Gesellschaft der Mechaniker und Baumeister (Society of civil Engineers) beschäftigte sich in ihrer lezten Sizung mit Mitteln gegen den Rost am Eisen. Hr. Clegg bemerkte, daß Steinkohlen-Theer an den Gasometern das Eisen kräftig gegen Rost schüzt. Hr. Farey erklärte, warum das Eisen, wenn es, nach der gewöhnlichen Methode bei der Dunkelroth-Glühehize in Wasser, und dann unmittelbar darauf in Leinöhl getaucht wird, gegen Rost geschüzt wird? Durch das Eintauchen in Wasser wird es von den Schuppen und von allen fremdartigen Stoffen gereinigt, und die Hize, welche noch in demselben zurükbleibt, macht es zur Aufnahme des Oehles geneigt, wodurch ein Firniß gebildet wird, der alle kleine Zwischenräume an der Oberfläche ausfüllt, und so die Bildung eines neuen Oxydes hindert. Regist. of Arts and Journ. of Patent Invent. N. 63. S. 240.

Medaillen und Büsten aus Kupfer das Ansehen alten Bronzes zu geben.

Im Journal d. connaiss. usuell. N. 44. S. 66. (Bullet. d. Scienc. technol. Janv. S. 12.) wird, um Medaillen und Büsten aus Kupfer ein dem alten Bronze ähnliches Ansehen zu geben, empfohlen, 4 Gramm Salmiak und 1 Gramm Sauerkleesaure in Einer Pinte Essig aufzulösen, und diese Auflösung auf das vorher gereinigte Metall mittelst einer Bürste, in geringer Menge auf ein Mal, so lang einzureiben, bis Alles troken geworden ist. Diese Operation wird so lang wiederholt, bis das Metall die verlangte Farbe angenommen hat. Sonnen- oder Ofenwarme erleichtert und beschleunigt die Arbeit.