Text-Bild-Ansicht Band 33

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den Ruderrädern an Schiffen nach. Mech. Mag. N. 303. 30. Mai S. 256. (Nun sollte aber der Versuch umgekehrt, die Ruderräder sollten auf die Bothe gebracht, und dann das Schiff in's Tau genommen oder bugsirt werden. Ue.)

Hrn. Neilson's eisernes Dampfboth.

Hr. Neilson zu Glasgow, einer der besten Baumeister der Dampfbothe, baut jezt ein solches Fahrzeug aus Eisen: Kiel-Länge 90 Fuß, Verdek 100. Breite 15 Fuß. Es wird ein Eil-Schiff. (Galignani N. 4411.)

Die schnellste bisher bekannte Fahrt von N. Amerika nach Europa

ergab sich Anfangs dieses Jahres. Am 3. Januar langte das Schiff: the Silas, Capt. Richards von New-York zu Liverpool in 19 Tagen an: machte also täglich 168 engl. Seemeilen. Noch schneller kam das Paket-Both Edward Bonaffe; es lief in 16 Tagen von New-York nach Havre, eine Streke von 3,225 englische Seemeilen, machte also täglich über 200. (Observer. Galignani. N. 4413.)

Verbesserte Hähne für Dampfmaschinen. Von Hrn. Louvrier Gaspart.

Der Industriel bringt im August-Hefte 1828 S. 211. (der Bulletin de Sc. techn. im Januar l. J. S. 67.) folgende Verbesserung des Herrn Gaspart an den Hähnen der Dampfmaschinen, welche, sie mögen auch noch so sorgfältig gearbeitet seyn, bei starkem Druk immer Dampf entweichen lassen, und, bei der Form, die man ihnen bisher gab, immer entweichen lassen müssen. Hr. Gaspart dachte eine solche Form der Hahne aus, daß der Dampf, in dem er über die Schraube des Hahnes hinzieht, Statt dieselbe loker zu machen, sie vielmehr kräftig gegen den Stiefel derselben andrükt, so daß nichts entweichen kann.

Die neue von Hrn. Gaspart für den Stiefel und für die Schraube des Hahnes vorgeschlagene Form ist die eines abgestuzten Kegels, dessen dünneres Ende oben ist. Die Schraube ist in ihrer Mitte, bis in eine gewisse Entfernung von der Spize mit einem ähnlichen Loche durchbohrt, und da sie den Dampf mit ihrer Basis aufnimmt, so drükt dieser Dampf, der von unten nach aufwärts wirkt, im Verhältnisse zur Stärke seiner Elasticität von unten nach oben, und drükt in eben diesem Verhältnisse die äußere Wand der Schraube an die innere des Stiefels. Lezterer ist, um dem Dämpfe Ausweg zu geben, mit einer Dille versehen. Der Dampf tritt in diese Dille durch ein Auge oder durch eine kreisförmige Oeffnung, die in der Dike der Schraube angebracht ist. Leztere wird entweder mittelst einer Stange, oder durch eine Kurbel gedreht, die man durch ein Loch am Scheitel der Schraube stekt. Man kann diese Anlaß-Dillen an diesem neuen Hahne vervielfältigen, ohne daß deßwegen der Hahn minder genau sperrte; nur muß dafür gesorgt werden, daß der Dampf immer von unten oder von dem breiten Theile der Schraube komme.

Ueber Hrn. Child's geometrische Drehebank zur Zeichnung krummer Linien.

Wir haben diese Drehebank und diese Zeichnungen unseren Lesern schon so oft in unseren Blättern empfohlen. Dr. Greenwood versichert nun im Mechan. Mag. N. 304., 6. Jun. 1829. S. 267., daß schon vor 43 Jahren ein Herr Whitehead zu Halifax ihm solche Zeichnungen vorwies (von welchen auch im Mechan. Mag. a. a. O. drei sehr schöne Muster gezeichnet sind) und ihm erzählte, daß ein Knabe (a boy) in der Nachbarschaft diese Zeichnungen auf seiner Drehebank auf Metall, Holz etc. gravire. (Während sich nun ausgezeichnete Geometer, Ibbetson, Child etc. um das Verdienst der Erfindung der geometrischen Drehebank streiten, finden wir einen Knaben,“ dessen Name verschwunden ist aus der Reihe der Erfinder, als den ersten Erfinder dieser Art von Drehebänken in England. Ue.)