Text-Bild-Ansicht Band 33

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Wirkung allerdings in der That erstaunlich. Die Länge eines jener Oefen, in welchen ich meine Versuche anstellte, war ungefähr 6 Fuß, und die Länge des Schornsteines zehn; die Länge des horizontalen und senkrechten Zuges ist 15 Fuß. Die Menge Kohlen, die ich verbrauchte, betrug nicht über Ein Bushel, sicher nicht über 1 1/2, Bushel, und doch glühten die Ziegel oben am Schornsteine roth, und die Flamme schlug volle 6 Fuß aus demselben empor, stark und heftig.

„Ich vermuthe, daß die Idee, das Feuer unter dem Ofen des Kessels eines Dampfbothes mit Blasebälgen anzublasen, ausgepfiffen werden wird; es muß aber diese Vorrichtung oder eine andere früher oder später angenommen werden. Ich gehe vielleicht zu weit, wenn ich vermuthe, daß man es auch bei Glasöfen und bei anderen Oefen anwenden kann; die Zeit wird es lehren.“

Wir halten Hrn. Howell's Bemerkungen für sehr interessant, und erwarten in Bälde neue Resultate seiner fortgesezten Untersuchungen und Versuche. Auf eine Flamme von 6 Fuß Höhe durch Anthracit waren wir nicht gefaßt, und glauben auch nicht, daß diese Flamme von dem Herde bis zum Schornsteine sich erstrekte; wir erklären uns dieses Phänomen vielmehr dadurch, daß der Zug mit heißer Luft, Stikstoff, kohlensaurem Gase und Kohlenstoff-Oxyd gefüllt war, und daß lezteres sich entzündet, als es mit dem Sauerstoff der atmospärischen Luft in Berührung kam.

Diese lezte Bemerkung hat auf die praktische Anwendbarkeit des Ofens des Hrn. Howell keinen Bezug, sondern nur auf die Theorie der Flamme, die aus dem Schornsteine aufstieg. Franklin Journal.

LXIV. Anwendung des Dampfes beim Faßbinden. Von Hageman, Faßbinder zu Nymegen.

Mitgetheilt von C. M. Van Dyk, Apotheker zu Utrecht in van Hall's, Vrolik's und Mulder's Bydragen tot de Naturkundige Wetenschappen. III. Th. N. 1. S. 1.

Mit Abbildung auf Tab. VI.

Im Auszuge.

Es ist bekannt, daß die Faßbinder bei dem Binden der Fässer, um das Holz zu erweichen und die Dauben fester an einander schließen zu können, sich des Feuers bedienen, und Späne etc. in dem Fasse anzünden. Dadurch entstehen allerlei Nachtheile, Blasen am Holze, theilweise Verkohlung etc.; und dadurch wird das Rundmesser wieder nöthig, wodurch das Faß an Stärke und Dauerhaftigkeit eben so sehr verliert, als das Holz an Dike, so daß manches Bierfaß kaum dreimaliges Brauen auslebt. Nicht selten ist der üble Geschmak, den