Text-Bild-Ansicht Band 33

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„An dem Aste wurde ein leichter Einschnitt der ganzen Länge nach herab gemacht, und der Ast wird mit der linken Hand gedreht, während das Messer mit der rechten Hand gleichfalls in Bewegung erhalten wird, auf diese Weise wird der Ast von dem Umfange bis zu seinem Mittelpunkte zugeschnitten, und dann ausgebreitet und flach gelegt.“

„Die Blätter werden gewöhnlich in Bündel von 19 bis 20 Stüken gelegt, die ungefähr 23 Unzen wiegen, und im Großen das Bundel für ungefähr Einen Dollar verkauft.“

„Der Ausschuß, dergleichen ich Ihnen einen sandte, dient zur Verfertigung künstlicher Blumen.“

„Die chinesischen Jungen bringen diese Waare vorzüglich von der Insel Formosa; daher die Schwierigkeit, etwas über die Pflanze zu sagen, aus welcher dieselbe bereitet wird, indem vielleicht Niemand, der mit dieser Waare nach Canton handelt, jemals sah, wie das gemacht wird, was er verkauft.“

Hr. Gibes bemerkt, daß er nach mikroskopischen Beobachtungen das sogenannte Reiß-Papier immer für ein dem Hohlunder-Marke ähnliches vegetabilisches Product hielt. Es scheint ihm, daß die Hervorragungen an der Kupferplatte nicht bloß als Leiter für die Aeste, zum Festhalten derselben, sondern auch zur Regulirung der Dike der Schnitte dienen, indem das Messer oben auf denselben liegt, während es hin und her gezogen wird. Er meint, daß man auch aus unserem Hohlunder solches Papier schneiden könne, wenn man es in der Folge preßt, und daß es eben so gut gefärbt werden kann. Man hat in England bereits sehr schöne Figuren aus Hohlunder-Mark zu elektrischen Versuchen geschnitten, und wird auch bald Blätter daraus schneiden156).

Herabsezung der Papier-Preise in England um 5 per Cent.

Alle Papier-Macher ersten Ranges in England, mit Einschluß des berühmten Whatman, (dessen Papiere in Deutschland so schändlich nachgemacht werden) sind in der Mitte Junius l. J. überein gekommen, allen ihren Commissionären und Abnehmern ihr Papier um 5 per Cent wohlfeiler zu geben. (Observer. Galignani. N. 4461.)

Ueber Florentiner Hüte.

Lady Harriet Bernard schreibt aus ihrem Schlosse, Castle Bernard, Ireland, 19. Oct. 1827 an den Sekretär der Society for the Encouragement of Arts, Manufactures and Comerce, Hrn. Aikin (Transactions of the Soc. etc. XLVI. Bd.), daß sie einige Verbesserungen in der Zubereitung des Roken-Strohes zu Florentiner Hüten an der unter ihrem Schuze stehenden Mädchen-Schule gemacht hat. Sie läßt den Roken nicht ausziehen, während der Halm noch grün ist und das Korn in der Milch steht, sondern erst wenn er beinahe reif geworden ist, ungefähr 10 Tage vor dem Schnitte oder vor der vollen Reife: auf diese Weise erhält das Stroh eine schönere Farbe und einen schöneren Glanz. Das Abbrühen wird durch ein bloßes Troknen an Luft und Sonne ersezt, wodurch der Glanz des Strohes nicht im Mindesten leidet, und die daraus geflochtenen Hüte dann wirklich wie neue Hüte aussehen, während die Hüte aus abgebrühtem Strohe aussehen, als ob sie bereits gewaschen worden wären. Stroh, das beinahe in voller Reife geschnitten wurde, bleicht sich weit leichter an der Sonne, als grün geschnittenes: ein Umstand, der für den irländischen Fabrikanten wichtig seyn muß. (Gill. techn. and microscop. Repository. Jun. 1829. S. 381.)

Der amerikanische Drescher.

Ein Hr. J. W. Post zu Philadelphia ließ sich, in Gesellschaft mit J. Ryan, zu New-Baltimore, Virginia, am 10. Octbr. vorigen Jahres ein Patent auf eine Maschine zum Dreschen des Getreides ertheilen, die er den amerikanischen Drescher nennt (american Thrasher). Diese Maschine ist in Franklin's

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Dem Uebersezer scheint diese ganze Notiz, wie so viele andere Notizen über chinesische Industrie, sehr dunkel.

A. d. Ue.