Text-Bild-Ansicht Band 33

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sie bei der ununterbrochenen Bewegung der Wogen durch einen höchst einfachen Mechanismus leicht in ununterbrochene Thätigkeit gesezt werden kann. Nur wird es dann gut seyn, sie an der Landseite mit einem hohlen, halbparaboloidischen, Schilde aus Eisenblech zu versehen, damit der Schall immer gegen die See hinausgeworfen wird, und sich nicht gegen das Land hin verliert, wenn der Wind nach demselben hinweht, und eben dadurch die Schiffe in größere Gefahr bringt. Ue.)“

Ueber des sel. Jakob Taylor Queksilber-Ruderboth.

Das Mechanics Magazine streut in Nro. 308. 4. Julius S. 332 eine Blume auf das Grab des hochverdienten Jakob Taylor, der zuerst Hrn. Miller zu Dalswinton die Dampfmaschine zum Treiben der Bothe anwenden lehrte. Bekanntlich war dieser Hr. Miller, wie wir im Polytechn. Journ. B. XXV. S. 437. zeigten, der Erste, der im J. 1789 auf dem Caledonian-Canal mit einem Dampfbothe fuhr. Fulton sah dieses Both in Bruce Hafen, zeichnete es, und vollendete diese wichtige Erfindung, die in England unbeachtet blieb, in dem heutigen Dampfbothe.

Taylor hatte aber noch eine andere Idee. Er wollte Bothe mit Queksilber treiben. Dr. Stirling, Capt. Pottinger, Hr. Job Rider wendeten Queksilber zu demselben Ende an, theils dasselbe verdünnend und verdichtend durch abwechselnde Hize und Kälte, um leeren Raum zu gewinnen, theils durch Benüzung der Archimed'schen Schraube: ihre Versuche mißlangen. Hr. Taylor fuhr aber wirklich in einem Bothe, das er mit Queksilber trieb. Seine Familie besizt noch das Modell dieses Bothes. Hr. Taylor bediente sich einer horizontalen Windmühle, die er auf dem Verdeke des Bothes anbrachte, und mittelst derselben ließ er zwei Queksilber-Säulen gegen die Atmosphäre wirken, wodurch er eine Kraft erhielt, die eben so regelmäßig und kräftig wirkte, als der Dampf. Es wäre zu wünschen, daß Taylor's Modell bekannt gemacht würde.

Wettfahrt mit Ruderbothen.

Die Guards Amateurs und der Arrow Club wetteten 500 Pfund (6000 fl.), wer ehe mit der Fluth stromaufwärts von Vauxhall-Bridge nach Kew-Bridge kommt. Der Arrow-Club legte in seinem Schnell-Bothe (the Arrow) die Streke von mehr als 10 englischen Meilen stromaufwärts, mit der Fluth, in Einer Stunde und drei Minuten zurük, und kam um 50 Secunden früher, als die Guards-Amateurs. In jedem Bothe waren nur vier Ruderer, und ein Steuermann. (Globe. Galignani. N. 4474.)

Ausdampfen der Schiffe.

Man hat bisher in Indien, wenn Insecten und Ungeziefer, vorzüglich die Ameisen, sich in denselben vermehrten, das Ausräuchern angewendet. Neulich bot der Dampfkessel des Comet-Steamboat einem Kauffahrdei-Schiffe in Indien seine Hülfe zu diesem Ende an, und man fand, daß der Dampf diesen Zwek nicht bloß besser erfüllt, sondern daß auch die Leke im Schiffe, die man sonst mit keinem Auge zu entdeken vermag, weit sicherer entdekt wurden. (Globe. Galignani. N. 4474.)

Der Krahn an den Catherine-Docks

zu London kann als ein Meisterstük einfacher Mechanik betrachtet werden. Zehn Männer heben mittelst desselben Steine von 30 bis 40 Tonnen (600–800 Pfd.) und laden sie auf Schiffe. Die große Dampfmaschine schöpft so viel Wasser, daß die Schiffe auch während der Ebbe daselbst durchlaufen können. (Ailas Galignani. N. 4471.)

Ueber Uferbau an der See

finden sich einige interessante Bemerkungen von Hrn. David Gordon im Star und im Register of Arts etc. Nr. 68. S. 316. Er sagt, daß alle Mühe, die man sich bisher gab, die Grundfesten bei den steinernen Dämmen, Kayen,