Text-Bild-Ansicht Band 33

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Hr. Macneil bedient sich dieser Steine auch zu allen Arten von Wasserbau, wo aber dann die Bemerkung, daß zu diesen Steinen außer dem Römischen Mörtel auch jeder andere Mörtel gebraucht werden kann, wohl nicht taugen wird. Die auf obige Weise gepflasterte oder gegossene Straße wird, wie gewöhnlich, mit feinem festen Schutte beschüttet.

Das Repertory of Patent-Inventions bemerkt, daß dieser Straßenbau in Gegenden, wo es an Steinen fehlt, die als Unterlage für die Straße dienen könnten, allerdings empfohlen zu werden verdient, und vorzüglich in nassen tiefliegenden Gründen; daß der Einwurf, den man wegen der Kostbarkeit derselben macht, dadurch in sich selbst zerfällt, daß, wo man in solchen Gegenden nicht gleich Anfangs eine feste und dauerhafte Straße anlegt, die ewigen Reparaturen mehr kosten, als eine gute und solide Straße in ihrer ersten Anlage nicht gekostet haben würde; daß man jedoch in Städten, zumal in London, wo so viele Wasser- und Gas-Röhren in den Straßen laufen185), von dieser Bauart keinen Gebrauch machen kann.

Eisenwerke in England.

„Es steht mit den Eisenwerken in England noch immer so schlecht, wie vor. Beinahe 20 Hochöfen stehen still, und obschon seit einiger Zeit weit weniger Eisen erzeugt wird, heben die Preise sich noch nicht. Es geht mit den Eisen-Manufacturen gegenwärtig in England, wie mit allen übrigen Zweigen der Industrie auf der Insel – schlecht.“ (Birmingham Journal. Galignani. 4479.) (Eisen-Einfuhr ist jezt in Frankreich und N. Amerika so gut wie verboten, und diese Länder erzeugen ihr Eisen jezt selbst. Hinc illae lacrymae!)

Eisenwerk zu la Jahottière.

Hr. Graf Achill de Jouffroy errichtete ein Eisenguß-Werk zu la Jahottière (Dptt. de Loire-Inferieure), auf welchem er mit Steinkohlen von Mongiel 18 Milliers (180 Ztr.) in 24 Stunden erzeugt. Dieses Eisen ist von der besten Güte, und dem englischen Eisen erster Qualität vollkommen gleich. Der Hr. Graf errichtet noch zwei Hochöfen, und wird wöchentlich 100 Tonnen (2000 Ztr.) Stangen-Eisen und 30 bis 40 Tonnen Gußeisen erzeugen. (Bullet. d. Sc. techn. Mai 1829. S. 37. (Dieses herrliche Eisenwerk würde nie errichtet worden seyn, wenn die Einfuhr des englischen Eisens in Frankreich nicht so erschwert worden wäre, daß sie einem Verbote gleich kommt, und wird in dem Augenblike zu Grunde gehen müssen, wo man englisches Eisen einführen läßt.)

185)

Man kann sich auf dem festen Lande keinen Begriff von der Ungelegenheit machen, die in den bevölkertsten Straßen Londons beinahe täglich für Fußgänger sowohl als für Kutschen und Wagen durch das Aufbrechen des Straßen-Pflasters entsteht, um die Röhren der vielen Gas- und Wasser-Compagnien, die unter dem Pflaster hinlaufen, auszubessern: denn jede Wasser-Compagnie und jede Gas-Compagnie hat ihre eigenen Röhren-Leitungen. Der Magistrat der Stadt London, der von diesen Compagnien große Straßen-Zinse erhält, kümmert sich nicht um die Ungelegenheit, die das Publikum dadurch zu erleiden hat, um den Zeit- und Geldverlust, der dadurch entsteht, daß gewisse Straßen lang unfahrbar bleiben, und weite Umwege gemacht werden müssen. Hr. Wilson hat vor einiger Zeit ein eigenes Werk geschrieben, und in diesem einen Plan entworfen, nach welchem durch einen in allen Straßen durchgeführten unterirdischen Weg (Subways), in welchem alle Gas- und Wasser-Röhren laufen, diesem Uebel abgeholfen werden kann. Ueber diesen Plan enthält das Repertory of Patent-Inventions, Julius, S. 415. einige Bemerkungen, welche, da sie sich vorzüglich auf die Stadt London beziehen, zu wenig allgemeines Interesse für andere Städte besizen, die aber doch, wenn in anderen Städten ähnliche unterirdische Wege angelegt werden sollten, Berüksichtigung verdienen. London und jede große Stadt muß, wenn sie übervölkert wird, am Ende eben so gut ihre Straßen unter der Erde, als über der Erde haben. So hatte sie Rom, und so hat sie strekenweise Paris und Wien.

A. d. Ue.