Text-Bild-Ansicht Band 33

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Notizen über Handel mit Schuhen und Kölnisch Wasser.

Das Court-Journal tröstet die zu Grunde gehenden englischen Fabrikanten mit einem beinahe ähnlichen Schiksale der Fabrikanten in Frankreich, wenigstens der Schuhmacher dieses Landes. Die französischen Schuster verfertigten bisher seidene und Atlaß-Schuhe bester Qualität das Duzend zu 48 Franken. Diese Schuhe müssen nun bei ihrem Eintritte in England so viel Mauth bezahlen, daß das Paar, Statt auf 4 Franken (1 fl. 48 kr.) zu kommen, 5 Shill. (3 fl.) kostet. Während dieß nun englische Damen, z.B. die Lady Lyndhurst, nicht hindert, täglich ein neues Paar französische Schuhe anzuziehen, fertigen die schottischen Schuster sogenannte französische Schuhe das Duzend für 30 Shill., so daß sie zu London das Paar um 3 Shill. 6 Pence (2 fl. 6 kr.) zu haben sind, und häufig für französische Schuhe gehen. Ein französischer Fabrikant, der Eau de Cologne erzeugte, hat ehevor jährlich 10,000 Duzend Flaschen Eau de Cologne, das Duzend zu 12 Franken, nach England geschikt, für welches 12 Shillings Zoll bezahlt werden mußten, so daß das Duzend auf ungefähr 24 Shill. (14 fl. 24 kr.) kam. Jezt sezt dieser Fabrikant nur mehr 500 Duzend Flaschen ab, indem die Israëliten gegenwärtig in England Kölnisches Wasser erzeugen.

Englands Ausfuhr und Einfuhr im J. 1828.

England führte im J. 1828 nur um 546,000 Pfd. Sterl. nach Frankreich (nur um 130,000 Pfd. weniger als nach Preußen) aus, und dafür aus Frankreich für 2,600,000 Pfd. Sterl. ein; verlor also gegen Frankreich 24 Millionen Gulden. Nach Rußland führte es für 2 1/2 Millionen Pfd. Sterl. aus, und für 4 Millionen ein: gegen Rußland hat England immer verloren. „Mit den Niederlanden und Deutschland war unser Handel äußerst einträglich. Wir führten nur für drei Millionen Pfd. Sterl. aus beiden Ländern ein, und führten dagegen für vierzehn Millionen Pfd. Sterl. in dieselben aus.“ (Also für 168 Millionen Gulden!!) Aus Gibraltar wurde wenig eingeführt; dafür wurden aber für 2 Millionen Pfd. Sterl. dahin ausgeführt. Aus Spanien und den canarischen Inseln führten wir um eine halbe Million Pfd. Sterl. mehr ein, als dahin ausgeführt wurde. Nach der Türkei führten wir für 1,200,000 Pfd. aus, und ungefähr für 600,000 Pfd. Sterl. ein. Die Ausfuhr nach Portugal überstieg die Einfuhr um 2 Millionen. Der ganze Handel mit Afrika dreht sich um Eine Million Einfuhr, und eben so viel Ausfuhr. Aus Ostindien und China wurde für 8 Millionen Pfd. Sterl. eingeführt, und für 6,300,000 Pfd. ausgeführt. Nach den nordamerikan. engl. Colonien und Westindien ward für 6,200,000 Pfd. Sterling ausgeführt, und 8,700,000 Pfd. eingeführt. Nach Amerika betrug die Ausfuhr 8,600,000 Pfd. Sterl.; die Einfuhr 7,997,000 Pfd. Sterl.; Brasilien, wohin für 3,822,000 Pfd. Sterl. ausgeführt und woher für 1,382,000 Pfd. Sterl. eingeführt wurde, übertrifft alle südamerikanischen Republiken, nach welchen um 2,200,000 Pfd. Sterl. mehr ausgeführt ward, als die Einfuhr aus denselben betrug.

In Summa betrug Englands Ausfuhr 61,957,000,
Einfuhr 43,396,000 Pfd. Sterl.

im J. 1828. (Courier. Galignani. 4468.)

Frankreichs Eierhandel mit England.

Mehr als eine Viertel-Million Eier wurden aus Frankreich Anfangs Junius zu Southampton eingeführt. Southampton Herald. Galignani Messenger. N. 4448.

Ausländische Spione in englischen Fabriken.

Das London Journal of Arts enthält in seinem Junius-Hefte unter obiger Aufschrift einen Aufsaz, in welchem es die Gefälligkeit lobt, mit welcher

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Köpfen zum Unterhalte der Schulen. Man sieht hieraus, wie man in Nord-Amerika die Wichtigkeit der Schulen, und die Notwendigkeit der Förderung der Ehen besser versteht, als in Europa, wo man beide beschränkt, obschon für zehn Mal so viel Menschen, als auf dieser alten Jungfrau herumtreten, noch Raum genug ist. (Times. Galignani. 4452.)