Text-Bild-Ansicht Band 33

Bild:
<< vorherige Seite

pülvern haben, wissen, daß es mit dem Feinerwerden des Pulvers nicht mehr weiter will, daß alles sich klümpert, wenn alle Theilchen desselben ein Mal gleich groß geworden sind, und daß man dann, um ein noch feineres Pulver zu erhalten, neuerdings gröbere Stüke zusezen muß. Für Straßenbau ist diese Maschine des Hrn. Lavé äußerst wichtig.

Hr. Dollfus bemerkt dagegen, daß die Anwendung dieser Maschine beim Straßenbaue erst noch durch Erfahrungen im Großen entschieden werden muß, und daß, bei einem Gitter mit verschiedenen Maschen, ein Arbeiter dasselbe Resultat geben könnte, das hier ein Mann mit einem Kinde liefert.

Bei Straßen, die mit zerschlagenen, folglich ekigen Steinen beschüttet werden, würden die Gitter sehr leiden, und dieses Sortiren ist auch bei dem Zerschlagen überflüssig, indem der Arbeiter die zerschlagenen Stüke so ziemlich gut dem Auge nach sortirt.

Die zweite Vorrichtung meint Hr. Dollfus ließe sich bloß in gebirgigen Gegenden anwenden, wo man Wasser, und zugleich Fall genug hat199).

CIII. Beschreibung einer Heber-Lampe. Von Lor. Davidson Esq., Wundarzt, Dundee.

Aus dem Edinburgh New philosoph. Journal. N. 11 S. 96.

Mit Abbildung auf Tab. VIII.

Als ich vorigen Winter einige Versuche anstellte, fand ich, daß der Heber noch weit nüzlicher wird, wenn man denselben auf einen

199)

Der Uebersezer erlaubt sich hier die Bemerkung, daß dort, wo der Sand aus Flußbetten geholt wird, der Sandbeutel füglich durch ein Kind besorgt werden könnte, wenn man denselben durch ein tragbares Wasserrad, das man, nach arabischer Art, auf zwei Gabeln in den Fluß stekt, ×, treiben läßt. Das Kind hätte dann bloß den Sand in den Beutel zu werfen. Auch könnte der Waschapparat zum Waschen des Sandes an jedem Bache angewendet werden, wenn man das Wasser durch ein Pumpwerk auf 6 Fuß Höhe gehoben hat. Es scheint, daß wir die Theorie des Hebers und der Pumpe an Flüssen und Bächen zur Wässerung der Grundstüke, zu Wasserleitungen, und selbst zum Treiben der Maschinen zu wenig benüzen. Ist es z.B. nicht sonderbar, daß man in Fabriken, die an fließendem Wasser liegen, und viel Wasser in den oberen Stokwerken ihres Gebäudes brauchen, Menschen mit Pumpen oder Tragen dieses Wassers in die oberen Stokwerke beschäftigt sieht, während man nur eine Druk-Pumpe in dieses Wasser zu senken und ein leichtes Wasserrad anzubringen brauchte, das mittelst einer Kurbel-Vorrichtung die Pumpenstangen treibt, und das Wasser in die oberen Stokwerke hinaufpumpt? Wenn man einen schönen Vorrath Wasser auf diese Weise unter Dach hinaufgepumpt hätte, so erhielte man auf diese Art durch einen kleinen Wasserstrahl, der von einer Höhe von einigen 20 Fuß herabfällt, oder durch den Druk einer Wassersäule von dieser Höhe, eine Kraft, die eine Menge von Maschinen in Thätigkeit zu sezen vermag.

A. d. U.