Text-Bild-Ansicht Band 33

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ist ein Blatt von bestimmter Farbe, das das Gute will, und Moralität durch Arbeitsamkeit und Fleiß, nicht durch Faulheit und Trödel fördern will.

Wenn ich für Einfuhr-Verbot solcher Waaren spreche, die im Lande selbst ehren so gut erzeugt werden können, als man sie aus dem Auslande einführt; so schreibe ich keine wissenschaftliche Discussionen. Anerkannte Wahrheiten, Axiome, sind keiner Discussion fähig, und wer diese wissenschaftlich discutiren will, macht sich eben so lächerlich, als alle jene Mathematiker in ihrer Aster-Weisheit sich lächerlich machten, die über das 11te Axiom in Euklids 1. Buche bogenlange Abhandlungen schrieben.

Daß Say ein elender Schwäzer, „wir fügen noch hinzu ein erbärmlicher Schwäzer ist, ist nicht bloß unsere Ansicht; sie ist die Ansicht der erfahrensten Geschäfts-Männer Frankreichs, Englands, Nordamerikas und Italiens. Ein Mann, dessen Name der Unsterblichkeit mit festerem Tritte entgegen geht, als Hr. Say ihr entgegen hüpfen wollte, der vortreffliche Statistiker und Staats-Oekonom, Melchiorre Gioja, hat in seinen Werken sowohl, als in den Analysen, in welchen er Say's Machwerk prüfte (Vergl. Biblioteca italiana), das Unstatthafte der Grundsäze Say's erwiesen, und noch überdieß gezeigt, daß dasjenige, was in Say gut und brauchbar ist, schon Jahrhunderte früher von den Economisti d'Italia aufgestellt wurde, die Hr. Say entweder wirklich nicht kennt, oder nicht zu kennen scheinen will.

„Man muß so blind seyn, wie die Herren Say, Huskisson, Böttcher, Leuchs u.s.w. die Leute machen wollen.“

Auch diese Stelle rügt man an meinem Journale. Und spricht sie nicht die reine Wahrheit aus? Können die HHrn. Say, Huskisson u.s.w. glauben, daß man mit offenen und sehenden Augen ihnen zugeben wird, daß ein Sak, und sey er auch noch so voll, nicht endlich leer werden muß, wenn man das Geld aus demselben für und wider nichts hinauswirft? Man muß erst Jemanden vollkommen blind machen, ehe er dieses glauben und sich dann mit dem bloßen Klingen Hören des Geldes begnügen wird, indem er nicht sieht, ob das Geld in den Sak hinein oder hinaus kommt: genug er hört Geld im Ohre klingen.

„Man ist einfältig genug, in Büchern, wie in Parliaments-Reden den so sehr gesunkenen Absaz des Weines in Frankreich dem Verbote oder der wenigstens erschwerten Einfuhr des ausländischen Eisens zuzuschreiben.“

Auch dieser Saz wird bekrittelt, und wäre vielleicht noch mehr bekrittelt worden, wenn wir gesagt hätten: „man ist weise genug u.s.w.;“ denn dann würde man gesagt haben, wir höhnen, wenn wir diese Figur der Ironie gebraucht hätten. Daß man in Parliaments-Reden und in Büchern den Mangel an Absaz des französischen Weines der erschwerten Einfuhr des ausländischen Eisens in Frankreich zuschrieb, ist Thatsache; diese wird Hr. N., so fein er ist, nicht läugnen, sonst werden wir ihm die Stellen unter seine Augen halten. Daß die Ursache des geringen Weinverbrauches in Frankreich die seit Napoleons Sturz um das Vierfache erhöhte Wein-Steuer ist, wird er eben so wenig läugnen, weil ganz Frankreich gegen ihn zeugen würde.

Man tadelt auch, daß wir sagten:

„Wenn wir dem Holländer „(Statt seiner Colonial-Waaren für unser Holz)“ unser Holz für seine schöne Leinwand, sein gutes Tuch, sein feines Papier u.s.w. geben; so sind wir Esel, die man prügeln soll, bis kein Haar mehr hinter den langen Ohren sizen bleibt u.s.w.“

In diesem u.s.w. hat es Hrn. N. beliebt, den Grund zu versteken, warum wir Esel sind, wenn wir dieses thun. Wir fügten nämlich diesen Grund bei:

„indem wir schöne Leinwand, gutes Tuch, feines Papier u.s.w. eben so gut bei uns verfertigen können, als der Holländer (und sogar noch leichter und besser, da Alles bei uns wohlfeiler ist), wenn wir anders so fleißig und so geschikt seyn wollen, wie er, und eben so gut wie er, d.h., nichts in das Land einführen lassen, was im Lande erzeugt werden kann.“

Und ist dieser Grund nicht an und für sich einleuchtend? Ist es unmöglich in Bayern so schöne Leinwand, so gutes Tuch, so feines Papier zu machen als in Holland? Sind wir so ungeschikt in Bayern? Ist es aber möglich in Bayern diese Producte zu erzeugen, so lange die Einfuhr derselben gegen den jezigen Zoll erlaubt ist? Man frage hier nicht die gelehrten Herren, die in wissenschaftlichen Discussionen gewandt sind; man frage die Fabrikanten, und wenn auch nur einer