Text-Bild-Ansicht Band 33

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ein Mensch auf diese Weise etwas anderes auf die Welt bringen wird, als gewöhnlichen Mörtel; denn alle diese Steine sind Kalksteine.

Der „deutsche Mörtel“ würde also ein schlechter Mörtel seyn; denn der gewöhnliche Mörtel in England ist schlecht. Es hätte eine Analyse dieser Kalksteine angegeben werden sollen, um zu sehen, ob sie nicht hydraulischen Mörtel geben können.

Amerikanische Wezsteine.

Man hat neulich in North-Carolina einen reichen Anbruch von Wezsteinen gefunden, die besser seyn sollen, als die türkischen. Sie geben eine ungemein scharfe Schneide, und ihr Korn ist zugleich fein und scharf. Sie werden besser, wenn man sie in Oehl einweicht, und noch besser, wenn man sie in Oehl kocht, wie es die Türken mit den ihrigen thun, wenn sie zu weich sind. (Mech. Mag. N. 313. 8. August. S. 414.)

Polariskop.

Hrn. H. J. Brooke's Beschreibung des von ihm erfundenen Polariskopes zur Beobachtung einiger der interessantesten Phänomene des polarisirten Lichtes findet sich in einer Mittheilung von Prof. Webster in Silliman's americ. Journ. Jan. 1829. S. 369. beschrieben undabgebildet. Wir verweisen die Optiker, die es noch nicht kennen sollten, auf diesen Aufsaz, damit sie bei Verfertigung ihrer optischer. Instrumente dieselben eben so gut benüzen mögen, wie die Amerikaner.

Ueber die an den zusammengesezten Mikroskopen des optischen Institutes Utzschneider und Fraunhofer in München angebrachten Verbesserungen.

Die bekannten in dem optischen Institute zu München unmittelbar unter des sel. Fraunhofers Aufsicht verfertigten, zusammengesezten Mikroskope leisten bei allem inneren Werthe doch nicht ganz, was man dermalen von einem solchen Instrumente fordert, und in Folge so mancher glüklichen Verbesserungen des mikroskopischen Apparates, welche die neueste Zeit herbeiführte, zu fordern berechtiget ist. Herr Merz, welcher jezt an des sel. Fraunhofers Stelle das optische Institut leitet, war daher darauf bedacht, den von diesem Institute ausgehenden zusammengesezten Mikroskopen, welche immer ihren Vorzug vor den einzelnen Linsen, aus welchen Stoffen sie auch mögen bereitet seyn, behaupten werden, jene Vollkommenheiten zu geben, deren sie ihrer lobenswürdigen ursprünglichen Anlage und inneren Gute nach fähig waren. Auf diese Weise werden nun von besagtem Institute Instrumente verfertiget, welche alles in sich vereinigen, was man nur immer in Betreff der Vergrößerung, der Lichtstärke, der Präcision und der Bequemlichkeit beim Gebrauche wünschen kann.

Die vorzüglichsten Momente dieser Verbesserungen sind:

1) Es ist den Mikroskopen ein stärker wirkendes achromatisches Objectiv beigegeben, die fünf jezt zu dem Apparate gehörenden Objective haben folgende Brennweite:

Nro. 1. = 1'',78
2. = 1'',30
3. = 0'',95
4. = 0'',75
5. = 0'',49

woraus sich leicht der Gewinn für die Vergrößerung durch dieses 5te achromatische Objectiv ergibt. Die großen Fraunhoferschen Mikroskope haben zwar 6 Objective, die zwei ersten aber sind von noch größerer Brennweite als das Nro. 1. der hier aufgeführten.

2) Die Fassung der Linsen ist so eingerichtet, daß man sie nach Belieben an einander schrauben und ihrer 2 oder 3 oder 4 combinirt als Objectiv gebrauchen kann. Die großen Vortheile dieser Combinationen für die Stärke der Vergrößerung sowohl wie für die Deutlichkeit des Bildes hat bereits Herr Professor von