Text-Bild-Ansicht Band 33

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Wasserdichte Kleider und Lebensretter in Wasser-Gefahr, von Dr. Comstock.

Dr. Comstock zu Hartford in N. Amerika verfertigt auf die, auch in Europa (vorzüglich in England) nun bekannte und gebräuchliche Weise wasserdichte Kleider, indem er dieselben auf einer Seite mit Kautschuk überzieht. Vorzüglich wohlthätig wird diese Art von Schuz gegen Nässe für Jäger, Fischer und Ingenieurs, die oft Tage lang in Sümpfen herumsteigen müssen, und die, an ihren Füßen mit Strümpfen aus Leinwand bekleidet, welche mit dieser Auflösung an einer Seite überstrichen ist, nun Tage lang mit trokenem Fuße in Sümpfen und Morästen waten können. Soken, auf ähnliche Weise zubereitet, sind für Leute, die an Gicht, Rheumatismen, Diarrhoën leiden, und ohne Gefahr für ihre Gesundheit an ihren Füßen nicht naß werden dürfen, wenn sie bei nassem Wetter viel herumgehen müssen, eine wahre Wohlthat, die bereits viele gegen ihre früheren Krankheits-Anfälle schüzte, und noch mehrere schüzen würde, wenn man sie allgemeiner anwenden wollte.

Dr. Comstock verfertigt auf eine ähnliche Weise auch Lebensretter (life preserver), indem er ein Stük Leinwand mit Kautschuk-Auflösung überzieht, und zu einem luftdichten Sake zusammenleimt. Ein solcher Sak trägt, wenn er aufgeblasen ist, 3 Ztr. ohne zu bersten mit voller Sicherheit. Er ist einen Fuß breit, reicht um den ganzen Leib, und wird unter den Armen um die Brust angelegt, und vorne auf derselben festgeschnallt. Dieser Sak ist mit einem Röhrchen zum Aufblasen versehen, welches mit einem Hahne luftdicht geschlossen werden kann, nachdem der Sak aufgeblasen ist, was binnen Einer Minute leicht geschehen ist. Man kann diesen Sak über dem Gilet unter dem Roke tragen, so daß man ihn nicht wahrnimmt. Er hält den stärksten Mann bis an die Schultern im Wasser empor. Die Schiffer und Reisenden in Amerika versehen sich jezt allgemein für ihre Wasserfahrten mit einem solchen Sake oder Gürtel, und es wäre zu wünschen, daß auch unsere Fischer und Schiffer, von welchen die wenigsten schwimmen können, sich mit einer solchen Boje bei ihren Arbeiten im und auf dem Wasser versehen. (Vergl. Sillim. amer. Journ. XIV. B. S. 190.)

Hrn. Gurney's Dampfwagen zertrümmert.

Hr. Gurney fuhr auf der Straße von Bath mit seinem Dampfwagen. Zu Melksham wurde er von einem durch Miethkutschen-Besizer angestifteten und bezahlten Volkshaufen angehalten, und sein Wagen ward beinahe zertrümmert. Man sollte nicht glauben, daß es möglich wäre, daß das arme Volk nicht einsieht, wie sein theueres Brot wohlfeiler werden muß wenn man weniger Pferde braucht, für welche Hafer gebaut wird, und die ihm auf diese Weise die Roken- und Weizen-Felder wegnehmen. (Mech. Mag. N. 313. S. 413. 8. August.)

Ein Cabriolet von einem hölzernen Pferde gezogen.

Der Leeds Mercury erzählt, „daß in einem neu erfundenen Cabriolet (Gig) ein hölzernes Pferd 3 Passagiere eine englische Meile (1/4 deutsche) in 6 Minuten zieht. Die Fahrt wurde vorige Woche zu Keighley angestellt. Der Erfinder dieses äußerst wunderbaren Mechanismus ist Hr. Isaak Brown, zu East Morton bei Bingley. Das hölzerne Pferd wird, wie ein lebendiges, mittelst eines einfachen Zaumes im Munde geleitet. (Mechan. Mag. N. 313. 18. Aug. S. 414.)

Pferde-Luxus in England und Preise beim lezten Junius-Rennen.

In der Gegend von Norfolk allein werden über 600 Jagd- und Rennpferde gehalten. Ein solches Pferd kostet im jährlichen Unterhalte 60 Pfd. (720 fl.); folglich kommen obige 600 Pferde auf 36,000 Pfd. jährlich oder 152,600 fl. in dieser Gegend allein. Bury Herald. Galignani. a. a. O. – Bei dem lezten Rennen auf der Ascot-Heide waren die Preise der Renner: Mameluck, 4000 Guineen (48,000 fl.); Colonel (der Renner des Königs) ebensoviel; Memnon 3500 Guin.; Zinganee 3000 Guin.; Lamplighter 3000 Guin.; Lord Exeter's beide, 4000 Guin.; Souvenir und Bobadilla 4000