Text-Bild-Ansicht Band 33

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Steine zur Lithographie in Frankreich.

Hr. A. Chevalier meldet im Nouveau Journal de Paris, 28. Febr. l. J., daß er zu Vermanton, bei Auxerre, in Burgund, sehr gute Steine zur Lithographie gefunden habe. Er machte den Maire hierauf aufmerksam, erhielt aber von seiner Herrlichkeit nicht ein Mal eine Anwort. Bei dieser Gelegenheit erfahren wir, daß in den Jahren 1823–24 für 139,420 Franken Steine zur Lithographie aus dem Auslande, (also aus Bayern) eingeführt wurden. Mancher solche Stein kommt in Frankreich auf 60 Franken; von Vermanton nach Paris gebracht würde er nur 30 Sous kosten. (Bulletin de Scienc. technol. April S. 366.)

Memento Mori für Baumeister.

Am 1sten April versammelten sich die Abgeordneten der Baumwollen-Spinner zu Manchester, Stockport, Bolton, Oldham, Burysc in dem neu erbauten Gasthofe: Norfolk Arm Inn, Hyde, um gegen die Beschlüsse der Spinn-Meister (Spinn-Masters), welche verlangten, daß jeder Arbeiter eine Urkunde unterzeichnen soll, kraft welcher er sich verbindet, keinen anderen Arbeiter, der wegen Verminderung des Arbeitslohnes austritt, mittelbar oder unmittelbar zu unterstüzen, einen Gegenbeschluß zu unterzeichnen. Um 8 Uhr Abends waren bereits 600 Menschen in dem Saale des Gasthofes versammelt, und der Abgeordnete von Stockport hätte so eben unter großen Beifalls-Bezeigungen seine Rede geendet, als man bemerkte, daß einer der Hauptbalken am Fußboden nachgab. Man riß die Fenster auf, durch welche diejenigen, die denselben am nächsten standen, hinaussprangen, und sich fürchterlich beschädigten: ungeachtet dieser Erleichterung brach aber dennoch der Boden ein, und die ganze Versammlung fiel durch, und ward unter den Trümmern begraben. Die Leute, die zur Hülse herbeigerufen wurden, glaubten man habe sie zum Besten, weil eben der erste April war, und so verging einige Zeit, bis Hülfe kam. 27 Personen beiderlei Geschlechtes wurden todt aus dem Schutte hervorgezogen, und zwischen 30 und 40 sind so schwer verwundet, daß man an ihrer Rettung verzweifelt. Das Haus war viel zu leicht erbaut. Courier. Galignani. N. 4392.

Hrn. Brook's verbesserte Ofen zur Leuchtgas-Bereitung aus Steinkohlen,

worauf derselbe am 6. März 1828 ein Patent nahm, wird im Repert. of Patent-Inventions. Jun. S. 358 gelobt, die ohne Abbildung gegebene Beschreibung ist aber unverständlich. Ueber einige wichtige Mängel an diesem Ofen verweist das Repertory auf Grafen Rumford's Werk. Da dieses Werk des unsterblichen Rumford bereits sehr selten geworden ist, und da es noch immer eines der besten Werke über Pyrotechnik ist, so wäre es wohl sehr zu wünschen, daß irgend eine Buchhandlung eine neue, mit dem Texte des Originales verglichene Auflage von demselben veranstaltete, damit unsere Gewerbsleute, die Feuer brauchen, Brenn-Material ersparen lernten. Rumford kam für sein Jahrhundert zu frühe; wir sind ihm jezt nachgerükt, und fangen jezt erst an einzusehen, wie sehr wir eilen müssen um dahin zu gelangen, wo Rumford vor 50 Jahren stand.

Hize, in welcher Menschen in England arbeiten.

Das Mechanics' Magaz. N. 298 bemerkt, in Hinsicht auf die Angabe der Temperatur, in welcher die Feinspinner zu Manchester nach Mechanics' Magaz. N. 296 arbeiten müssen (nämlich in einer Temperatur von 90 bis 100° Fahr. (25–30° R.), daß in den Bergwerken zu Tyne und Wear das Thermometer auf 53° R. steht.

Salpetersaures Silber als Prüfungsmittel auf vegetabilische und animalische Substanzen.

Hr. John Davy bemerkt, daß salpetersaures Silber in reinem Wasser aufgelöst, durch die Sonnenstrahlen nicht verändert wird; wenn aber die geringste