Text-Bild-Ansicht Band 33

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Fig. 14., wie bei dem Ankerwinden, so hebt sich der bewegliche Pall, welcher vermittelst eines durch selbigen und die Seitentheile der Hinterkiese stekender Bolzen geleitet wird, senkrecht auf, bis der Rahmen in seiner Umwälzung um Einen Zaken weiter fortgerükt ist, und so fällt jeder Zaken, vermöge seiner eigenen Schwere, in die nächste Höhlung zwischen die Zaken des Rahmens, welcher fortrükt ihm zu begegnen, und so fort mit jedem folgenden Zaken des Rahmens, wodurch denn alle Zaken von ungefähr des vierten Theils des Umkreises zugleich pallen. Hiermittelst wird nun ein stärkerer Widerstand bewirkt, als durch eine Menge solcher Pallen (welche gewöhnlich gebraucht werden); da der Andrang gegen einen, dem Verdeke näher liegenden, zwekgemäßeren Theil der Pallbeting gerichtet ist, weil es durch seine keilähnliche Form nur immer mehr an Festigkeit gewinnt, so wie die Spannung zunimmt; eben so wenig ist es einer Verrükung ausgesezt, bei einer Veränderung der Lage oder Verbindung der Beting und des Verdeks, welches bei Schiffen, welche von Stapel laufen, oder in Folge Schraubens oder sonstiger Spannung der Dekbalken, vorfällt. Sollte das Ankertau unklar laufen oder eine Handspake fest gerathen, und ist es nöthig das Bratspill zurük-, oder in der Richtung des Pfeils, Fig. 15, laufen zu lassen, so kann dieß unverzüglich durch das Heben des Pall's geschehen, welcher eben so schnell wieder niedergelegt werden kann.

Zum Ankern oder Bothgeben wird die Spillkalbe durch den Heber gehoben, und der Keil gleichzeitig hineingetrieben, bis die Spillkalbe fest in den Nahmen schließt, wie Fig. 15 zeigt. Durch diese Vorrichtung wird das Bratspill mit der Pallbeting und dem Verdeke vollkommen verbunden, und kann nicht in Bewegung gerathen, so lange diese noch vorhanden sind.

Nicht allein ist dieß viel wirksamer im Unterstüzen und Sicheren des Bratspills, als die gegenwärtig gebräuchlichen hölzernen Kalben, sondern es verhindert auch die geringste Gegenwirkung, und ist so leicht angebracht, daß das Bratspill beinahe in Einem Augenblike gekalbt oder entkalbt werden kann. Eben so wenig ist es erforderlich, daß man auf irgend einen besonderen Zaken des Rahmens ankert, da der Pall und die Spillkalbe für jeden Theil seines Umkreises passen.

Einen wesentlichen Vorzug vor den gegenwärtig gebräuchlichen mangelhaften Bratspillen behauptet diese neuerfundene Verbesserung durch die drei- bis vierfach kleinere Eintheilung des Rahmenumfanges in so viele solide Zaken; denn jedes Anker, welches durch diesen oder jenen Umstand fester wie gewöhnlich in dem Grund sizt und gelichtet werden soll, kann hierdurch viel leichter und geschwinder zum Springen gebracht werden, als wenn der ganze Rahmenumfang nur in sechszehn