Text-Bild-Ansicht Band 33

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unreine Wasser stets in gleicher Menge in das Filtrum einströmen zu lassen, so daß es in demselben immer in gleicher Höhe steht: dieser Apparat ist in Frankreich gewiß bekannt.

Wenn man bemerkt, daß das aus dem Filtrir-Apparate ausfließende Wasser nicht ganz rein durchfließt, so muß der Sand mit einer etwas gekrümmten Schaufel herausgenommen und gewaschen werden: herausgenommen muß er zu beiden Seiten zugleich werden, bis man mit dem groben und feinen Sande fertig ist. Um beide Sandarten nicht mit der mittleren zu vermengen, was geschehen würde, wenn die Schaufel nicht überall gleich tief ginge, bringt man an der Gränze beider bewegliche Gitter- oder Rost-Stangen an, ee und ii, welche das Eindringen der Schaufeln in die Tiefe reguliren. Um endlich auch das noch mit Leichtigkeit wegzuschaffen, was die Schaufel liegen ließ, bringt man auf der Höhe einer jeden Rost-Stange eine vierekige Thüre von 8 bis 9 Zoll an, und, wenn man bis dahin gekommen ist, nimmt man die Rost-Stangen heraus, und neigt das Filtrum, um den mittleren Sand leichter herauszuschaffen. Der Sand muß in einem Gefäße gewaschen werden, das wenigstens zwei Mal so viel Raum hält, als der Sand einnimmt, der gewaschen werden soll. Man füllt es mit Wasser, und rührt den Sand in demselben kräftig um; man wechselt das Wasser drei, vier, fünf Mal, bis es klar aus dem Gefäße abläuft, worauf man den Sand neuerdings in den Filtrir-Apparat zurükfüllt. Diese große Menge Wassers, die ich nothwendig fand, so wie das Umrühren des Sandes beweiset, daß Hrn. Zeni's Waschmethode nicht hinreicht, wenn das Waschen nicht oft wiederholt wird. An meiner Maschine darf der Sand nur ein Mal im Monate gewaschen werden.

LIX. Ueber das Ausrotten der Wurzelstöke der Bäume.

Im Auszuge aus den Transactions of the Society of Arts im Franklin -Journal, Jun. 1828. S. 385.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Das Ausrotten (oder Ausroden, Ausreuten) der Wurzelstöke in Wäldern unterliegt bekanntlich vielen Schwierigkeiten. Im Englischen Nord-Amerika läßt man die Wurzelstöke, nach ihrer verschiedenen Größe, eine verschiedene Anzahl von Jahren in der Erde. Während dieser Zeit verfaulen die feineren Holzfasern, und der Frost hebt die Wurzel von Jahr zu Jahr immer mehr und mehr aus der Erde. Wenn man dann endlich glaubt, daß die Verwesung so weit vorgerükt ist, daß man ohne über große Anstrengung die Wurzel herausschaffen kann,