Text-Bild-Ansicht Band 33

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die Kugel in der gehörigen senkrechten Linie ist, den Feind mit großer Wahrscheinlichkeit als Ricochet-Schuß treffen.

Sowohl beim Pistolen-Schießen als beim Schießen aus gezogenen Röhren besteht die absurde Gewohnheit, das Gewehr erst höher anzuschlagen, und dann allmählich auf die Höhe des Gegenstandes herabzusenken, auf welchen man feuert. Statt auf diese Weise zu verfahren, gegen welche sich so viele Einwürfe machen lassen, sollte das Gewehr, ehe man den Hahn spannt, mit der Mündung abwärts gehalten, und nur auf drei Fuß weit von dem Schüzen weg angeschlagen werden. Dann wird es, ruhig und fest, bis auf die Höhe des Gegenstandes gehoben, und, wenn es in eine gewisse Entfernung von dieser Höhe gekommen ist, der Drüker (wenn man nicht einen Tupfer oder Schneller hat) allmählich angezogen, so wie man nämlich sein Gewehr kennt, damit es in dem Augenblike ohne alle angewendete Gewalt losgeht, in welchem man es abgefeuert wünscht. Während man das Gewehr aufwärts führt, wird die senkrechte Linie, die damit beschrieben wird, immer die wahre und dieselbe bleiben, und je schneller die Bewegung nach aufwärts vor sich geht, desto genauer wird diese senkrechte Linie gezogen werden. So wie diese senkrechte Bewegung ihr Ende erreicht hat, fängt das horizontale Wakeln an. Man soll also nicht länger mehr mit dem Zielen fortfahren, wann die Fliege ein Mal auf die beabsichtigte Höhe gekommen ist, und wenn dieß geschehen wäre, muß man wieder mit dem Gewehre herab, und neuerdings mit demselben in die Höhe fahren.

Wenn die Leute einige Zeit über eingeübt wurden, sollte man sie anhalten nach dem Commando auf ein bestimmtes Ziel zu schießen. Der Mann steht dann mit dem linken Fuße voraus, gerade, das Auge fest auf das Ziel gerichtet und die Mündung des Gewehres, wie gesagt, nach abwärts gekehrt. Man commandirt: „spannt den Hahn!“ Dann: „Eins, Zwei, Drei, Vier!“ nach den Schlägen eines Sekunden-Pendels ungefähr. Bei Eins fängt der Mann an sein Gewehr zu heben, und bei Vier wird abgefeuert. Nachdem die Mannschaft sich auf diese Weise hinlänglich geübt hat, kann man schneller, und nur bis auf Drei zählen und commandiren. Auf diese Weise wird sie mit dem kräftigsten Erfolge schießen lernen; denn der beste Scheibenschüze wird im Felde wenig Dienste leisten können, wenn er nicht schnell schießt und flink bei der Hand ist. Er wird finden, daß es ganz etwas anderes ist, ruhig und bequem auf eine Scheibe zu schießen, die still stehen bleibt, und auf Leute zu schießen, die sich rasch bewegen, und die einem auf der Stelle das ihnen erzeugte Compliment zurükgeben.