Text-Bild-Ansicht Band 33

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verschafft, und manche Gesellschaft mit diesem Beicht-Instrumente unterhalten.

Mikroskope in England.

Hr. Philipp. Carpenter hat bei seinen mikroskopischen Unterhaltungen, an welchen man für eine Kleinigkeit Theil nehmen und beliebige Gegenstände untersuchen kann, ein Sonnen-Mikroskop vorgerichtet, durch welches man z.B. die Larve eines Tag-Thierchens, die nur einen halben Zoll lang ist, auf vierzehn Fuß, die Larve einer Müke auf 9 Fuß vergrößert dargestellt sieht. (Gill's technol. and microsc. Repos. Julius. S. 6. (Solche Mikroskope könnten auch in technischer Hinsicht, z.B. bei Beurtheilung der Gewebe, etwas leisten.)

Hrn. Thilorier's Gas-Compressions-Pumpe.

Hr. Thilorier erfand eine Pumpe, mittelst welcher jede Gasart, mittelst einer sehr großen Gewalt, durch ein einziges Hin- und Herziehen des Stämpels, von 645 kubischen Centimetern auf den tausendsten Theil seiner ursprünglichen Ausdehnung zusammengedrükt werden kann. Hr. Thilorier hat mittelst dieser Pumpe kohlensaures Gas in kurzer Zeit und mit großer Leichtigkeit in tropfbare Flüssigkeit verwandelt. Er erhielt dafür einen Monthyon'schen Preis von 1500 Franken von der Académie roy. des Sciences zu Paris. (Journal de Pharmacie. Julius. 1829. S. 365.)

Ueber die Gas-Messer,

vorzüglich über jene des Hrn. Clegg (später Crosley), über ihre Nachtheile für die Gas-Compagnien, ihre Schwierigkeiten und Gefährlichkeiten finden sich einige Bemerkungen, die die Frankfurter Compagnie auch gemacht haben wird, und die beweisen, wie behutsam man bei ähnlichen neuen Anstalten, wie die bisherigen auf dem festen Lande sind, verfahren muß, wenn man nicht zu großem Schaden kommen will, da selbst alte Anstalten, wie jene zu Edinburgh, dadurch in große Verlegenheit kamen.

Gesez über Absorption und Entwikelung der Wärme durch elastische Flüssigkeiten.

Hr. Dulong ist bei seinen Untersuchungen über die specifischen Wärmen elastischer Flüssigkeiten auf folgendes einfaches Gesez gekommen: „alle elastischen Flüssigkeiten, einfache oder zusammengesezte, entwikeln oder verschlingen, wenn sie unter gleicher Temperatur, unter gleichem Druke um gleiche Bruchtheile ihres Volumens zusammengedrükt oder erweitert werden, dieselbe Menge absoluter Wärme . (Journ. de Pharm. Julius 1829. S. 365.)

Kalk-Chlorür verbessert den Gestank fauler Seethiere nicht, wohl aber Soda-Chlorür.

Hr. Poutet, Apotheker zu Marseille, theilte der Académie roy. de Médecine zu Paris die Bemerkung mit, daß Kalk-Chlorür Seefische und Schalthiere und auch die Badeschwämme, nicht gegen Fäulniß zu schüzen vermag, daß sich, bei Anwendung derselben auf diese Thiere, ein unausstehlicher Brom-Geruch entwikelt. Er leitet dieß aus den Bestandtheilen der thierischen Faser der Seethiere her, die aus Stikstoff, Fischleim und Brom bestehen. Kaustische Lauge hält er für das beste Mittel zur Reinigung der Körbe und Bänke, auf und in welchen Seethiere aufbewahrt werden. (Journal de Pharmacie. Julius. 359) Hr. Henry bemerkt dagegen a. a. O. S. 359, daß Soda-Chlorür allerdings den Gestank auf den Fischmärkten verbannt, indem im Soda-Chlorür immer überschüssige Soda vorkommt.