Text-Bild-Ansicht Band 33

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Enden des Kastens bewegen sich in Angeln, und können herabgelassen werden, um den Kranken desto leichter, zumal nach chirurgischen Operationen, in das Bett bringen zu können.

Die verschiedenen Theile dieses Bettes können verschieden abgeändert werden, je nachdem man Zahnstöke und Triebstöke wechselt und Hebel und Schnüre und Rollen dafür nimmt, wie die Erfinder in einer Menge von Figuren gezeigt haben. Da aber der Bau des Bettes und der Zwek des ganzen Apparates durch obige Figur deutlich genug erklärt ist196), so hat man dieselben weggelassen.

C. Ueber die eisernen Bettstätten der HHrn. Gebrüder Risler.

Aus dem Bulletin de la Société industrielle de Mulhouse N. 8. S. 203.

Mit Abbildungen auf Tab. IX.

Im Auszuge.

Die Herren Fabrikanten zu Mühlhausen haben einen Theil des Ertrages ihrer Kunst-Ausstellung, 1200 Franken, zur Beischaffung von 20 eisernen Betten für das Spital ihrer Stadt bestimmt.

Sie prüften mehrere Modelle, und gaben dem gegenwärtigen den Vorzug. Die Bettstätte, welche 60 Franken kostet, ist 6 Fuß lang, 3 Fuß breit (für Kasernen gibt man nur 24–30 Zoll Breite), wiegt 81 1/4 Pfd. und ist ganz aus geschlagenem Eisen und aus Blech, mit Ausnahme der vier Füße, die aus Gußeisen und Einem Fuß hoch sind: dieß ist auch die Höhe der Bettstätte selbst, oder die Entfernung des Strohsakes von dem Boden. Man hat die Rollen weggelassen, weil sie das Bett vertheuern, ohne großen Nuzen zu gewähren197): dadurch konnten auch die übrigen Theile fester gemacht werden.

Das Bett besteht aus zwei Seitenleisten aus flachen Eisenschienen, die am Kopf- und Fußgestelle mittelst vier Bolzen befestigt sind.

196)

Diese Erklärung ist übrigens nicht gar zu deutlich. Auch ist es uns nicht deutlich, wie die Patent-Träger erwarten können, so viele solche Betten abzusezen, daß sie auch nur die Netto-Patentkosten für diese Erfindung, die sich, wenn das Patent nicht bloß in England, sondern auch in Schottland und Irland gelten soll, auf 300 Pfd. (3600 fl.) belaufen, daran hereinbringen können. Wir haben bereits mehrere ähnliche Krankenbetten in Deutschland, und bessere. Eines der zwekmäßigsten ist jenes von Dr. Max Braun, k. k. Stabsarzte zu Komorn, das der sel. Metzler beschrieb.

A. d. Ue.

197)

Die, von uns innig verehrten, Herren Wohlthäter an dem Krankenhause zu Mühlhausen werden uns die Bemerkung verzeihen, daß Rollen an den Füßen eines Krankenbettes unerläßlich sind, zumal bei Betten für schwer Verwundete, für Kranke die in Convulsionen liegen etc. Man wird sich später hiervon durch die Erfahrung im Spitale selbst zu überzeugen Gelegenheit haben.

A. d. Ue.