Text-Bild-Ansicht Band 33

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das Röhrchen entweichen, durch die Wirkung des Platinna-Schwammes entzündet werden, und die Wachskerze anzünden. Zu gleicher Zeit wird ein Theil der Säure aus der oberen Kugel herabsteigen, auf den Zink wirken, und eine neue Menge Gases erzeugen. Es liegt nicht viel daran, wie die Säure verdünnt ist. Die Säure, deren ich mich bediene, besteht aus einem Maßtheile Schwefelsäure und 10 Maßtheilen Wassers, und sie wirkt gut.

An dem Instrumente der Society steht eine Kugel um sechs Zoll höher als die andere, vom Mittelpunkte aus gerechnet. Ich habe zeither eine verfertigt, in welcher die Kugeln nur vier Zoll weit aus einander stehen, und es scheint mir, sie zündet mit weniger Gas-Aufwand.

Um die salzsaure Ammoniak-Platinna zu bereiten, wird eine Auflösung dieses Metalles in Salpeter-Salzsäure in eine Auflösung von salzsaurem Ammonium in destillirtem Wasser getröpfelt, und der gelbe Niederschlag auf dem Filtrir-Papiere gesammelt. Sollte er troken werden, so muß er mit destillirtem Wasser befeuchtet werden, wenn man den Platinna-Drath damit überzieht, und den Schwamm daraus bildet.

In Fig. 21. ist a der kegelförmige Pfropfen, durch welchen „(wenn er herausgenommen ist)“ der Zink in die Kugel b gelangt. Er kann nicht tiefer als c kommen, indem ein am Rande ausgefurchter Kork in der Krümmung der Röhre angebracht ist. Verdünnte Schwefelsäure wird durch die Kugel d eingegossen, bis sie die Kugel b füllt. Dann wird der Pfropfen a eingerieben, und so, wie das Wasserstoffgas sich entwikelt, wird die Flüssigkeit durch den Boden der Röhre c in die Röhre e hinaufgedrükt, und bis in die Kugel d, so daß nichts von derselben in Berührung mit dem Zinke bleibt. Der Pfropfen a dient zugleich als Hahn, wie sein Durchschnitt in Fig. 22. zeigt; wenn er so gedreht wird, daß seine Seiten-Oeffnung dem Röhrchen f gegenüberkommt, wird das Gas durch die Schwere der Flüssigkeit in d und e hinaus gedrükt und gegen den Platinna-Schwamm geblasen, der auf dem aufgerollten Platinna-Drathe in der kurzen messingenen Röhre g ruht. Wenn die Platinna dadurch rothglühend wird, zündet sie das Gas an, von welchem sie erhizt wurde, und diese Flamme zündet die Kerze h an, die in einem Loche des Armes i stekt. Dieses Loch ist so an der Seite des Gasstromes angebracht, daß der Docht kaum die Gas-Flamme berührt; und der Arm i, der die Wachskerze hält, ist an die messingene Kappe j und an die Röhre g angelöthet. Fig. 23. ist ein Durchschnitt der Röhre g in ganzer Größe: in demselben schiebt sich ein kürzerer Röhren-Ring k, um dessen oberen Theil der feine Platinna-Drath gewunden und geflochten ist, welcher den Platinna-Schwamm hält, der auf diese Weise frei von allen Seiten in der Röhre hängt, und so