Text-Bild-Ansicht Band 33

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welches die Fasern der Länge nach verbindet, ganz oder zum Theile zerstört ist. Das hierzu nöthige Wasser kann in Fässern, Sümpfen, Cisternen oder in anderen bequemen Behältern, auch in Bächen und Flüssen benüzt werden.

Die Dauer der Aufbewahrung im Wasser hängt zum Theile von der Temperatur desselben ab; die Arbeit wird bedeutend erleichtert, und die Resultate fallen schöner aus, wenn das Wasser gehizt wird. Bei Cisternen reichen zwei bis sechs Tage hin, um die Oberhaut und das Zellgewebe zu zerstören, was man daran erkennt, daß erstere sich leicht löset und schlüpfrig wird.

Der Hanf muß dann herausgenommen, und entweder an der Luft oder am Feuer getroknet werden. Man läßt ihn dann noch ein Mal durch die Breche laufen, wodurch er weicher wird, und alle noch daran hängenden holzigen Theile los werden, so wie auch alles dasjenige, was von dem Oberhäutchen und von dem Zellgewebe darauf eingetroknet ist, und übergibt ihn hierauf der Schwinge oder der Hechel, wo er von allem Werge und Staube frei und zur Waare für den Markt fertig wird.

Auf diese Weise können große Quantitäten Hanfes in kleinen Räumen zubereitet werden, und der auf diese Weise zubereitete Hanf wird besser seyn, als der im Wasser bereitete, während die Fasern noch auf dem Holze lagen. Der verderbliche Gestank der Hanfröstung wird auf diese Weise gleichfalls vermieden203).

CXI. Verbesserung in der Bobbin-Spizen-Manufactur, auf welche Thom. Lawes, Spizen-Fabrikant am Strande, Middlesex, sich am 10. Dec. 1828 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. Julius. 1829. S. 208.

Diese Verbesserung besteht darin, die Spizen-Neze oder Bobbin-Net-Spizen aus einem einzigen Faden, Statt aus doppelten Fäden zu verfertigen. Der Patent-Träger schlägt vor die Faden in Schlicht aus Weizen-Mehl, Gummi oder Leim zu tauchen (zieht aber Leim vor), und, so wie sie auf den Spulen aufgewunden werden, zwischen dem Daumen und Zeigefinger durchlaufen zu lassen, um allen überflüssigen Leim zu beseitigen.

203)

Es würde noch besser seyn, wenn man dem Wasser, in welchem der auf diese Weise zubereitete Hanf eingeweicht wird, etwas Asche oder Pottasche zusezt.

A. d. Ue.