Text-Bild-Ansicht Band 37

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schaften mit jenem von Derbyshire in Allem überein, außer daß die kleinen glimmerartigen Theile weniger gedrängt (compact) an einander liegen, und mehr ein faseriges Gefüge an denselben deutlich ist. Sie geben auch bei der Analyse ähnliche Quantitäten von rothem Braunstein-Oxyde, Sauerstoff und Wasser. Beide enthalten Spuren von Kiesel- und Schwererde, und in lezterem entdekte ich etwas Kalk. Eine Abart von Wad, aus der Nachbarschaft von Elbingerode im Harze sandte mir Hr. Professor Hausmann zu Göttingen unter dem Namen schaumiges Wad,“ das zu derselben Art gehört.48) Der größte Theil desselben war Staub; die zusammenhängenden Theile zeigten jedoch dieselben Eigenschaften, wie die vorigen. Auch die chemische Beschaffenheit ist dieselbe: er zeigt Spuren von Kieselerde, Schwererde und Eisenoxyd. Ich habe noch eine andere Abart desselben Minerales erhalten, unter dem Namen: erdiger ocheriger Wad (earthy ochreous Wad) von Hrn. Professor Stromeyer. Er kommt im Nassau'schen vor, und ist, obschon er wesentlich einerlei mit den vorigen ist, doch viel weniger rein. Er ist sichtbarlich mit rothem Eisen-Oxyd-Hydrate gemengt, und läßt, in Kochsalzsäure aufgelöst, eine bedeutende Menge unauflösbaren erdigen Stoff zurük.

2te Art. Wad aus Derbyshire.

Dieser Wad, welchen ich Hrn. König verdanke, ist erdig, ohne die geringste Spur von krystallinischem Ansehen. Er erhält durch Reiben etwas Glanz, ist aber sonst matt. Er ist sehr weich und zerreiblich, und färbt beim Berühren ab. Er verschlingt das Wasser mit Begierde, wenn man ihn befeuchtet, und stößt, wenn man ihn in Wasser legt, eine Menge Luftblasen unter Zischen aus. Seine specifische Schwere ist, wenn man die in ihm enthaltene Luft ausgetrieben hat, 3,024. Er trennt sich leicht in parallele Blätter, welche mittelst dünner Lagen von Eisen-Peroxyd-Hydrat unter einander verbunden sind. Lezteres ist häufig und innig mit dem Wad gemengt, so daß es sich nicht von demselben (mechanisch) scheiden läßt.

Wenn dieser Wad aus Derbyshire in Kochsalzsäure digerirt wird, läßt er einen weißen Rükstand, der großen Theils aus schwefelsaurem Kalke besteht, welcher in vielen kleinen Krystallen in dem ganzen Mineral eingesprengt ist. Die Menge desselben ist verschieden; in dem Stüke, welches der Analyse unterzogen wurde, betrug er 2,74 p. C.

Die klare Auflösung dieses Minerales in Kochsalzsäure war stark von Eisen gefärbt, und gab auf zugesezte Schwefelsäure eine Menge schwefelsaurer Schwererde, in welcher 5,40 reine Schwererde enthalten war. Die Flüssigkeit wurde hierauf vollkommen neutralisirt, und

48)

Meinecke und Keferstein zogen es zu Werner's Brauneisenrahm. A. d. Ue.