Text-Bild-Ansicht Band 37

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erstere: allein, da sich die Erde theils durch das Fahren, theils durch Regen etc. senkt, so bleiben die eisernen Stangen nicht lang gehörig neben einander; die Bahn geht aus einander, das Fahren auf derselben wird unmöglich, oder man hat beständige Ausbesserungen nöthig. Wenn man ferner die eisernen Stangen, nachdem man sie zur Eisenbahn gebraucht hat, ohne großen Verlust wieder verkaufen will, so dürfen sie nicht in zu kurze Stüke geschnitten worden seyn, so daß man also diese Bahnen nur bei solchen Bauten mit Vortheil anwenden kann, welche eine kurze Zeit über dauern; bei länger dauernden Arbeiten sind obige Bahnen aus Gußeisen wohlfeiler.

Erklärung der Figuren.

Fig. 6. stellt die Einrichtung dieser Bahnen dar, wo der Weg sich theilt.

Bei bb' theilt der Weg sich in zwei Arme; der eine Arm ist a a', b b', der andere d d' b b'. An den Punkten b und b' bringt man die Schienen in Form eines Y an, und auf den Punkt c legt man die X förmigen Schienen.

Fig. 7. stellt den Grundriß P, und den Aufriß E des X förmigen Stükes dar. Man bemerkt daselbst einen Weiser, ab, der sich um einen senkrechten Zapfen drehen kann, den man in Fig. 14. einzeln sieht. Dieser Zapfen ist nichts anderes als ein 8–9 Zoll langer Bolzen mit einem runden Kopfe, der durch den Weiser, durch die Bahn und durch den Unterlagsbalken läuft. Wenn nun der Weiser so gestellt ist, wie in Fig. 6., so kann nach der Richtung, m, n, gefahren werden. Wenn dann Wagen in der Richtung, m' n' kommen, so drükt der Fuhrmann in dem Augenblike, wo der erste Wagen auf das x förmige Stük kommt, mit seinem Fuße auf das Ende b des Weisers, und bringt diesen in die Lage a b', wo dann der Weg m' n' frei wird.

Dieser Weiser dient also zur Fortsezung der Bahn, welche, ohne denselben, bei ab oder bei a' b' unterbrochen seyn würde, so daß an diesem Orte des Weges die Räder ohne den Weiser nicht mehr weiter laufen würden.

Fig. 8. zeigt im Militärperspective die Form des x förmigen Stükes an dem der Befestigung des Weisers gegenüberstehenden Orte. Man bemerkt daselbst einen Keil A, welcher auch wegbleiben könnte, indem der Weiser vollkommen hinreicht, um die Räder in ihrem Gange leiten zu können.

Fig. 9. stellt einen Durchschnitt des Stükes X in der Richtung XY dar.

Fig. 10 zeigt den Plan oder Grundriß I und den Aufriß E eines y förmigen Stükes. Man findet daselbst einen Weiser, ba, der