Text-Bild-Ansicht Band 37

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Stärke, als man hier nicht in Anschlag bringt, ein Zwanzigstel Zoll nicht zu übertreffen.

Die Intensität der Beleuchtung wird von dem Durchmesser der beleuchtenden Linse und von dem Verhältnisse des Bildes der Oeffnung abhängen, und kann folglich nach Belieben des Beobachters regulirt werden.

Der zusammengesezte Vergrößerungsapparat, M, besteht, wie oben bemerkt wurde, aus zwei plan-convexen Linsen. Das Verhältniß der Focus dieser Linsen ist, wie ungefähr Drei zu Eins. Sie sind in ihren Zellen befestigt, und haben ihre flachen Seiten gegen den Gegenstand gekehrt, den man betrachten will. Ihre flachen Seiten sind ungefähr Ein und vier Zehntel oder anderthalb Mal so lang, als der kürzere Focus. Diese Abstände müssen so lang durch Versuche gewechselt werden, bis man den möglich höchsten Grad von Deutlichkeit erhalten hat, nicht bloß im Mittelpunkte, sondern in dem ganzen Sehfelde.

Um die Entfernungen zwischen den flachen Flächen der Linsen bestimmen zu können, bediente ich mich folgender Vorrichtung. Ein Drath wird so gebogen, daß er eine Art von Feder bildet, und an den Enden derselben werden zwei kleine Stüke flacher Glasplatten angebracht. Zwischen die Flächen dieser Glasstüke kommt die innere Zelle, oder jene, welche die Linse mit dem längeren Focus führt, und die Entfernung der äußeren Oberflächen der Glasstüke wird mit einem Tasterzirkel gemessen. Dann wird die Zelle an ihre Stelle eingeschraubt, und die zusammengesezte Zelle derselben Operation unterworfen, wo dann die Zunahme der Entfernung der äußeren Oberflächen der Glasstüke offenbar gleich seyn wird der Entfernung der flachen Oberflächen der Linsen.

Die äußere Zelle des zusammengesezten Vergrößerungsapparates muß mit einem flach hervorstehenden Rande versehen seyn, so daß sie mittelst desselben auf dem Stüke ruhen kann, das zu ihrer Aufnahme bestimmt ist. Dieß ist eine weit bequemere Methode, als das Schrauben, und die Vergrößerungsgläser können leichter gewechselt werden.

Die Linse, UT, oder die Oeffnung A, muß eine Vorrichtung bekommen, wodurch die Entfernung beider verändert, und das Bild der Oeffnung auf diese Weise in dieselbe Ebene mit dem zu untersuchenden Gegenstande gebracht werden kann. Dieß kann vielleicht auf die bequemste Weise mittelst zweier Röhren geschehen, die sich in einander einschrauben lassen.

Bei a wird zwischen dem Vergrößerungsapparate und der Linse, UT , eine Bühne angebracht, welche die Gegenstände trägt, und mit den nöthigen Vorrichtungen zur Seitenbewegung derselben versehen.