Text-Bild-Ansicht Band 37

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Dienst der Dampfmaschinen in Cornwall.

Die Dampfmaschinen in Cornwall hoben im Quartal: Jäner bis März 1830, im Durchschnitte 41,58 Millionen Pfund Einen Fuß hoch mit Einem Bushel (84 Pfd.) Steinkohlen. Das Detail für jede Maschine findet sich im Edinburgh-Journal of Science, July, S. 47. angegeben, und ein wichtiger Drukfehler daselbst im Berichte für Julius bis September 1829 berichtigt: es muß bei der Huel Damsel Engine, Statt 136,6 Millionen heißen: 36,6 Million.

Ueber die Verbesserungen an Dampfmaschinen in Cornwallis,

die Hr. Farey vor dem Ausschusse des Parliamentes Hrn. Woolf zuschrieb, war in dem Philosophical Magazine and Annals of Philosophy, April, S. 323. gestritten worden. Hr. Farey erklärt sich nun in eben dieser Zeitschrift, Junius S. 421., ausführlich, und zeigt die Mißverständnisse an, die hier unterlaufen sind. Für die Geschichte der Dampfmaschine kommt hier manches Interessante vor; so wie auch eben daselbst über den Dienst (Duty) der Dampfmaschinen in Cornwall, von Hrn. Th. Taylor S. 424., wo gezeigt wird, daß die hierüber herausgegebenen Berichte allerdings allen Glauben verdienen.

Hrn. Merryweather's Feuerrettungs-Apparat

ist im Mech. Mag. N. 360. S. 290. von Hrn. Baddeley jun. beschrieben und abgebildet. Er ist allerdings sehr leicht tragbar, aber der Retter, der sich in demselben zu dem Fenster hinaufzieht, scheint uns dadurch eben so seht gefährdet, als diejenigen die gerettet werden sollen. Wir zweifeln, daß dieser Apparat, so wie er ist, auf dem festen Lande, wo keine Seeleute sind, von Nuzen seyn wird. Was an diesem Apparate gut ist, wird unsere Feuerpolizei benüzen.

Löcher in Gußeisen zu machen.

Man bediente sich zu diesem Ende bisher der Durchschlageisen, die, wo das Gußeisen eine sehr harte Schale hat, aus dem härtesten Stahle seyn müssen, und dann gewöhnlich das Eisen beschädigen, oder den Rand des Loches aussprengen. In der großen Fabrik der HHrn. Calla und Söhne zu Paris, Faubourg-Poissonière, N. 92., bedient man sich zur Verfertigung dieser Löcher einer Bohrmaschine, die höchst einfach und fest ist, und äußerst schnell und regelmäßig arbeitet. (Bullet. d. l. Soc. d'Encour. Janv. 1830. Bullet. d. Sc. techn. Avril. S. 363.)

Glasfärberei und Töpferei der Alten.

Der hochwürdige Hr. W. V. Vernon zeigte in einem Aufsaze, den er vor der Yorkshire Philosoph. Society am 6. April 1830 las, daß die Römer ihr Glas nicht mit Kobalt, sondern mit kohlensaurem Kupfer blau färbten. Die Analyse einiger blauen Glasperlen und Scherben von blauem Glase aus römischen Gräbern, die ihm Hr. Stillingfleet schenkte, überzeugte ihn hiervon. Bekanntlich fand auch Sir Humphry Davy in einer noch ziemlich gut erhaltenen Werkstätte zu Pompeji eine blaue Fritte, in welcher gleichfalls Kupfer, und nicht Kobalt, das Färbematerial gewesen ist. Wahrscheinlich lernten die Römer dieß von den Aegyptern, von deren künstlichen Lapis Lazuli schon Plinius spricht. Hr. Smithson, welcher einige Farben am Grabe des Königes Psammis in Aegypten untersuchte (Annals of Philos. Bd. XXIII. S. 116.), fand in dem blauen Email daselbst nicht Kobalt, sondern Kupfer. Eben dasselbe fand er auch in einer kleinen Isis, die man ihm aus Aegypten brachte. Unsere heutigen Glasmacher und Emailmacher sind nicht im Stande, ein so schönes blaues Glas mit Kupfer zu machen.

Hr. Vernon fand ferner in einem Scherben römischer schwarzer Töpferwaare ein sehr gut erhaltenes Stük Kalkspath eingebettet. Die Römer konnten also ihre schwarze Töpferwaare unmöglich so stark brennen, als man dieselbe heute zu Tage brennt, und die Vermuthung wird immer wahrscheinlicher, daß sie bei