Text-Bild-Ansicht Band 37

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Verbindung dieser beiden Röhren Statt hat, ist eine Schlußklappe in der Kammer e angebracht. Der obere Theil der Zuführungsröhre, Ce, endet sich in dem oberen Theile des arbeitenden Cylinders, und füllt denselben, so wie der Stämpel niedersteigt, vollkommen mit Wasser, während der untere Theil des Cylinders ausgeleert wird; wenn nun aber der Stämpel wieder in die Höhe gezogen wird, wird alles in dem Cylinder über demselben befindliche Wasser durch die Röhre, i, in dasselbe Luftgefäß, E, getrieben. Die Röhre i führt an ihrem oberen Ende wieder eine Klappe, die sich nach aufwärts öffnet, und die das Wasser nicht zurüktreten läßt, wenn der Stämpel nach abwärts steigt. Auf diese Weise wirkt also ein einzelner Stämpel in einem einzelnen Cylinder durch seine abwechselnde Bewegung auf und nieder ebenso viel, als zwei Pumpen.310)

CXIII. Ueber eine sich selbst centrirende Pfanne. Von Hrn. S. Mordan, Castle-Street, Finsbury.

Aus dem XLVII. Bd. der Transactions of the Society for the Encouragement of Arts etc. In Gill's technol. Repository. Mai. 1830. S. 262.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Hr. Mordan ist ein berühmter Fabrikant der Patent-Bleistifte, die immer gespizt bleiben, und der Gehäuse derselben. Er verfertigt auch ähnliche Artikel, und hat folglich Gelegenheit eine große Menge Drathes jährlich durch die Drehebank laufen zu lassen. Zu diesem Ende muß aber der Drath, welcher vorläufig in Stüke von gehöriger Länge geschnitten wurde, in der Pfanne vollkommen centrirt werden, (chucked quite centrally), damit er an seinen Enden gebohrt oder zugerundet, d.h. concav oder gehörig convex gedreht werden

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Wenige unserer Leser werden vielleicht wissen, daß Herr de la Hire einer der größten Physiker und Mathematiker und die Zierde der Pariser Akademie zu seiner Zeit gewesen ist. Was diesen großen Mann unter seinen gelehrten Collegen noch außer seinem Genie und seinen umfassenden Kenntnissen so vortheilhaft auszeichnete, war seine Aufmerksamkeit auf die Bedürfnisse der mechanischen Künste, welchen er kräftiger, als hundert andere Gelehrte, mit seinem Scharfsinne zu Hülfe kam. Er fühlte, daß Wissenschaften nur in so fern einen Werth besizen, als sie gemeinnüzig gemacht werden, und fand an jedem Mechaniker, der seiner Hülfe bedarf, seinen Bruder. Dieses Gefühl anderen zu thun, was man wünscht, daß uns selbst geschehe, scheint er von einem seiner Urahnherren ererbt zu haben, dem tapferen Ritter de la Hire, der, als er unter Karl VII. (im 15ten Jahrhunderte) sein Vaterland gegen die Engländer vertheidigte, vor dem Angriffe gegen den Feind vom Pferde stieg, und knieend mit lauter Stimme betete: „Allmächtiger Gott! Thue Du heute für Deinen Knecht La Hire, was La Hire für Dich thun würde, wenn er Du wäre, und Du sein Knecht wärest.“ Er schwang sich nach diesem Gebete wieder auf sein Roß, und siegte. A. d. Ue.