Text-Bild-Ansicht Band 38

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bleibt das Verfahren ebenfalls dasselbe wie für Stükgüter, aber es ist ein festeres Bindemittel nöthig, und zu diesem Ende löst man vier Pfund leim in neun Pfund Wasser auf, die Leimauflösung wird ganz heiß angewendet und das Pulver sodann entweder unmittelbar nach dem Leime aufgetragen oder nachdem der Leim getroknet und so wie es behufs der Stärke für Baumwolle, Leinen oder Seide oben angegeben wurde, wieder befeuchtet worden ist. Das Metall kann mit der Hand so lange geglättet werden, bis es den erforderlichen Glanz erhalten hat. Um ihm das Ansehen von mattem Silber zu ertheilen, kann man alte Kardätschen auf oben angegebene Weise benuzen. Leder, welches wie für den Verkauf geglättet wurde, eignet sich am besten zu obigen Zweken.

Als Patentrecht nimmt Hr. Yates in Anspruch: die Anwendung irgend eines Metallpulvers, so daß es nach dem Auftragen auf irgend eine Art einem hohen Grad von Reibung unterzogen wird, um den Metallglanz hervorzubringen.60)

XLIV. Verbesserung im Zurichten der Wollentücher, worauf Thom. Gethen, Gentleman, Furnival's Inn, sich am 21. Nov. 1829 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Register of Arts. Julius 1830. S. 33.

Mit einer Abbildung auf Tab. II.

Der Zwek des Patentträgers ist, Hize anzubringen, während das Tuch einem großen mechanischen Druke ausgesezt ist. Zu diesem Ende empfiehlt er einen dampfdichten Trog von hinlänglicher Länge und Breite, um ein Stük Tuch von gewöhnlicher Größe flach und ohne alle Falten in demselben ausbreiten zu können. Quer über dem Boden des Troges sind eine Menge Querhölzer gelegt, welche das Brett stüzen, auf welche das untere Stük Tuch zu liegen kommt. Dieses wird dann mit einer Lage Preßspäne bedekt, auf welche wieder ein anderes Stük Tuch zu liegen kommt, und so fort, bis der ganze Stoß nach und nach zur gehörigen Höhe aufgeschichtet ist. Ueber die oberen Preßspäne kommt eine Reihe Querhölzer, die mit den unteren Querhölzern mittelst senkrechter eiserner Bänder zu jeder Seite verbunden sind, und durch diese wirken Schrauben auf das obere Brett, und bilden so, abgesehen von dem Troge, welcher das Tuch enthält,

60)

Man vergleiche hiermit die Abhandlung Ueber den Gold- und Silberdruk in Dingler's neuem Journal für die Ziz-, Kattun- und Baumwollendrukerei, der Seiden: und Zeugdrukerei etc. Bd. I. S. 74.; so wie polytechnisches Journal Bd. XXXI. S. 42.

A. d. R.