Text-Bild-Ansicht Band 38

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Seite der Waschmaschine, um daselbst nöthigen Falles mittelst des Messers gereinigt zu werden, oder sogleich unter die Reibwalzen zu gelangen. Die Rolle, welche Bewegung ertheilt, stekt auf dem Ende der Achse gegen den Austritt der Wurzeln hin. Man könnte sie noch besser an der Seite des Rumpfes anbringen und so die Verlängerungen, die über den Trog herausragen und die Spize der Achse ersparen. In diesem Falle stüzt sich das Gitter, welches die Wurzeln aufnimmt, wann sie aus dem Cylinder herauskommen, gegen den Trog.

Mit 10 oder 15 Umdrehungen in Einer Minute erhält dieser Apparat eine solche Schnelligkeit, daß 15 bis 20,000 Kilogramm in 12 Stunden mittelst desselben gewaschen werden können, wenn das Wasser ein oder zwei Mal des Tages gewechselt wird, je nachdem nämlich die Rüben mehr oder minder unrein waren. Man muß den Rumpf nicht zu schnell bedienen, sondern die Sache so einrichten, daß die Wurzeln, welche eben in der Wäsche stehen, immer nur ungefähr bis auf ein Viertel des Durchmessers des Cylinders reichen.

CXV. Ueber Klärung der Syrupe, Filter, und Anwendung der thierischen Kohle in Pulver und in Körnern. Von Hrn. Dubrunfaut.

Aus dem Agriculteur-Manufacturier. Juillet . 1830. S. 161. im Auszuge im Bulletin des Scienc. technol. Juill . 1830. S. 228.

Das Klären der Syrupe nach der alten Raffinirmethode hatte keinen anderen Zwek, als Abscheidung derjenigen Stoffe aus denselben, die darin schwebend enthalten waren. Hr. Dubrunfaut erinnert an die damaligen Verfahrungsweisen und an die Abänderungen derselben bis zur Anwendung der Kohle. Er zeigt, wie dieses Mittel Anfangs angewendet wurde, und welche Veränderungen man nach und nach an den Filtern anbrachte, je nachdem man nämlich das Filtriren aus einem verschiedenen Gesichtspunkte betrachtete, d.h., Schnelligkeit der Arbeit einer guten Entfärbung, oder gute Entfärbung der Schnelligkeit der Arbeit vorzog. Er spricht, von Taylor's Filter, vom Filtriren durch Aufsteigen etc., und bemerkt die hierbei vorwaltenden Nachtheile. Nachdem er endlich auf Dumont's Verbesserungen im Filtriren kam, zeigt er, worin dieses neue Verfahren besteht, und wie man verfahren muß, um die besten Resultate zu erhalten. Da die stärkere Entfärbung, die man durch dieses Mittel erlangt, eine Anomalie zu seyn scheint, nach der Art nämlich, wie die Kohle wirkt; so stellte Hr. Dubrunfaut verschiedene Versuche an, und verzweifelt, daß man jemals ein Verfahren finden wird, nach welchem man