Text-Bild-Ansicht Band 39

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sul movimento delle acque a due coordinate vor, worüber die Bibliot. ital. im Mai 1829 Nachricht gegeben hat.) – Bidone, expériences sur la forme et sur la direction des reines et des courans d'eau lancées par diverses ouvertures; eine Abhandlung von 136 Seiten, welche auch im 34sten Bande der Atti della r. Accad. d. Scienze di Torino erscheinen wird. Détermination théorique de la Section contractée des veines liquides, von Ebendemselben. – Progetto di un miglioramento nella navigazione del lago di Como. 8. Milano 1830.) p. Giusti.

Statüen aus Marmor gießen.

Der Hr. Marchese Bevilacqua Aldobrandini spricht in seinem in der Bibl. ital. Bd. 52. S. 337 angezeigtem Werke über ein Verfahren, dessen man sich gegenwärtig in Frankreich bedient, um Statüen aus Marmor zu gießen. Der fein gepülverte Marmor wird mit einem Beiz-Wachse (cera mordente) angerührt, und die erhärtete Mischung widersteht allen Einflüssen der Witterung etc. Die Vortheile, welche die schönen Künste hiervon zu erwarten haben, lassen sich nicht berechnen. (Vgl. Bibliot. ital. Sett. 1830. p. 422.)

De Cazes Runkelrübenzuker-Raffinerie.

Der Hr. Herzog De Cazes hat seine Runkelrübenzuker-Raffinerie dem öffentlichen unentgeldlichen Unterrichte eröffnen lassen. (Galignani. N. 4871.)

Ueber Anwendung kupferner und bleierner Kessel in der Salzsiederei.

Eine Ordonnance verbietet die Anwendung kupferner und bleierner Kessel und ihrer Compositionen in der Salzsiederei. Ein Hr. Vincent macht dagegen im Journal du Commerce, 12. Jul. 1830. (Bullet. d. Scienc. techn. Jul. 1830. S. 243) einige Einwendungen. Er bemerkt, daß Salz, in eisernen Gefäßen gekocht, grau wird, während es in Kupfer gesotten weiß bleibt, und nur dann schädlich wird, wenn es als Soole lang in kupfernen Gefäßen verweilte.

Man könnte, meint er, der kupfernen Gefäße sich immerfort bei dem Salze und bei allen Arten von Sauren bedienen, wenn man die Davy'sche Armatur an derselben brauchen wollte, die zwar an Schiffen nichts taugt, hier aber zwekmäßig ist. „Wenn man, sagt er, auf der äußeren Oberfläche eines kupfernen Kessels eine kleine Platte aus Zinn oder Zink auflöthet, und auf diese Platte einen Kupferdraht, der den Kessel inwendig berührt, und an der Seite desselben in ein kleines mit Wasser gefülltes Gefäß taucht, so hat man hier eine galvanische Säule gebaut, deren Leiter der Kupferdraht ist. Diese Säule zersezt das Wasser in dem kleinen Gefäße: der Sauerstoff des Wassers verbindet sich mit dem Zinne oder Zink, und oxydirt dieses, und das Kupfer bleibt frei von aller Oxydation. Man kann Säuren aller Art in kupfernen Kesseln kochen, die auf diese Weise armirt sind.“

Da kupferne Kessel, außer dem, daß sie das Salz weiß erhalten, auch viel länger dauern als eiserne (25 bis 30 Jahre, während diese lezteren nur 4–5 Jahre lang brauchbar sind); da altes Kupfer immer noch den halben Werth des neuen hat, so meint Hr. Vincent, die Regierung hätte nur befehlen sollen, die kupfernen Kessel zu armiren. – Es scheint uns jedoch, daß die Ordonnancen, welche Kupfer und Blei aus den Salinen verbannen, weit zwekmäßiger sind, als diese Armaturen.

Sonderbare Eigenschaft der Wassertropfen auf glühendem Metall.

Hr. Dulong las am Institute einen Brief des Artillerie-Lieutenants Lechevalier, nach welchem die Temperatur der Wassertropfen, die man in einen glühenden Metalltiegel wirft, wo sie bekanntlich eine bedeutende Zeit über bleiben, ohne zu verdünsten, unter dem Siedepuncte ist, obschon die Tropfen selbst glühen. (Journ. d. Pharm. Octbr. 1830. S. 626.)