Text-Bild-Ansicht Band 39

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Zufällige Größe einiger weißen Rüben in England.

Hr. T. W. Coke, Esqu., Mitgl. d. Parliamentes und berühmter Landwirth, erhielt von Hrn. J. Garwood zu West Lexham sieben Repphühner in einer ausgehöhlten weißen Rübe, und Hr. Gg. Milward, Esqu., Tavistok-square, London, erhielt zwei ausgewachsene Hasen in einer weißen Rübe. Die erste dieser Rüben hatte 33, die zweite 34 Zoll im Umfange. (Chronicle. Galignani. N. 4869.)

Dießjährige Ernte in N. Amerika.

Die Ernte fiel dieses Jahr in N. Amerika so ergiebig aus, daß man seit Menschen-Gedenken sich keiner so segensvollen Ernte in diesem Welttheile erinnert. Ueberall wurden öffentliche Dankfeste gefeiert. (Herald. Galignani, N. 4861.) (Die Ernten werden in N. A. mit dem Klima durch höhere Cultur des Bodens jährlich besser. N. America wird in 100 Jahren die Kornpreise in den Küsten-Ländern Europa's reguliren.

Wie viel Cigarren in Nord-Amerika allein verbraucht werden.

Nach einer mäßigen Berechnung, die in einer zu Philadelphia erscheinenden Zeitschrift ausführlich entwikelt ist, werden in den Vereinigten Staaten N. Amerika's jährlich für 50 Millionen Dollars (Dollar = 2 fl. 42 kr.)[Berichtigung] verraucht. Examiner Galign. N. 4873. (Wir können nicht umhin hier einen Sprachfehler zu rügen, den man in der deutschen Sprache allgemein hört und sieht, selbst von gebildeten Leuten und besseren Schriftstellern. Man macht nämlich in der deutschen Sprache fast allgemein Cigarre weiblich, und spricht und schreibt es mit einem r, da es doch ursprünglich männlich und äußerst scharflautend ist: nämlich Cigarro. Auch der Franzose behielt das männliche Geschlecht dieses spanisch-amerikanischen Wortes, ließ aber ein r weg, und spricht matt le Cigare.)

Preise zweier englischen Renner.

Man sagt, der Marquis von Cleveland habe den Priom um 4000, und den Birmingham um 3000 Pfd. gekauft (36,000 fl.); lezterer ist 16 Fäuste 1 Zoll hoch, hat lange Schenkel und kurze Beine, und kein Pfund Fleisch mehr, als ein echter Renner haben darf. In fünfzehn Wettläufen gewann er zwölf Mal. (Chronicle. Galignani. N. 4860.)

Pferdeschinderei in England.

Man wettete mit zwei alten Mähren 66 engl. Meilen, ohne Bestimmung der Zeit, zu reiten: die Mähre die zuerst im Trotte auf halbem Wege ankommt, soll 50 Pfd. Sterl., und eben so viel diejenige erhalten, die zuerst am Ziele anlangt. Das Pferd des einen Wetters kam in 2 Stunden 5 Minuten am halben Ziele an, also am Ende der 33sten Meile. Es kam auch zuerst an das Endziel, fiel aber, nachdem man es noch 3 Meilen weiter trieb, beim Eintritte in den Stall um und starb. Die andere Mähre fiel schon auf dem halben Wege, und verschied. Die ganze Nachbarschaft von Exeter ist gegen diese Schinderei aufgebracht, und wird die Wettenden belangen. (Bath Chronicle. Galignani. N. 4869.

Schafmarkt zu Ballinasloe.

Der Schafmarkt zu Ballinasloe überstieg dieß Jahr alle Erwartung: es wurden 43,442 Stüke verkauft. Jak. Balfe von Runnymede verkaufte 1900 Stüke zwischen 27 und 30 Shill. à 36 kr.). Widder im Durchschnitte 1 Pfd. 17 Sh. 6 P. das Stük (22 fl. 30 kr.) das Stük. (Galway Paper. Galign. N. 4862.)

Stille Freuden russischer Landwirthe.

Nach officiellen Berichten wurden in Rußland in einer der cultivirtesten Provinzen