Text-Bild-Ansicht Band 39

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Versuche zur Bestimmung der Menge Lichtstrahlen, welche unter verschiedenen Einfallswinkeln von flachen Metallspiegeln zurükgeworfen werden. Nebst der Beschreibung eines hierbei gebrauchten Photometers. Von R. Potter, Esq., d. jüng.

Unter dieser Aufschrift findet sich ein für Fabrikanten optischer Instrumente wichtiger Aufsaz in Brewster's Edinb. Journ. of Science N. 6. S. 278, welchen sie wohl bald mit jenen des Hrn. Brewster in deutschen Journalen für Physik übersezt finden werden.

Ueber die Geseze der Polarisation des Lichtes bei der Refraction

hat Hr. Brewster am 25 Febr. 1830 einen interessanten Aufsaz vorgelesen, der sich in der Phil. Trans. 1830 und in Brewster's Edinb. Journ. of Science, Juli 1830, S. 218 befindet. Er ist für die Fabrikanten optischer Instrumente sehr wichtig. Von eben demselben befindet sich eben daselbst S. 230 ein sehr lehrreicher Aufsaz.

über die Wirkung der zweiten Flächen durchscheinender Platten auf das Licht;

und S. 328

über die Erzeugung einer regelmäßigen doppelten Refraction in den Molekuln der Körper durch bloßen einfachen Druk.

Bildung eines künstlichen Klima's unter dem englischen Himmelsstriche. Vortheile desselben.

Unter dieser Aufschrift hat ein Hr. J. S. Langton im Phil. Mag. Novemb. 1830, S. 362. einen ziemlich langen Aufsaz eingerükt, in welchem er erweist, daß der Aufenthalt in England vielen Constitutionen nicht zuträglich ist; daß der Aufenthalt in milderen Klimaten für viele, auch reiche Familien unmöglich ist; daß es daher gut wäre, das Klima von England auf eine künstliche Weise zu mildern. Er schlägt daher vor, einen Raum von 300 Fuß unter Glasbedekung zu bringen, diesen Raum mit Bäumen zu bepflanzen, und Häuser in denselben zu bauen, dessen Einwohner die Glasbedekung gemein, die Bäume aber nach den ihre Häuser treffenden Antheil besäßen. Die ganze Führung dieses Baues ist mit wunderbarer Genauigkeit beschrieben. Mit 25,000 Pfd. Sterl. (250,000 fl. Wien. Währ.) meint er wäre der ganze Bau vollendet, und die Heizung würde nicht über 1400 Pfd. Sterl. kosten.71)

(Diese Idee ist nicht neu. Schon vor 70 Jahren hat der geist- und geldreiche Russe Demidoff ganze Morgen Landes mit seinen Glashäusern bedekt. Mancher holländische Bauer lebt den Winter über in einem kleinen Glashause, und der unsterbliche Professor und Augenarzt Barth, der der medicinischen Fakultät zu Wien, die ihn rejicirte, den Staar gestochen hat, hat den Wienern gezeigt, wie ein wohlhabender Mann am schönsten, angenehmsten und der Natur am angemessensten wohnen kann, wenn er von Michaëlis bis Mayen in einem schönen großen Glashause, und von Mayen bis Michaëlis in einem Gartenhause wohnt. – Indessen haben alle unsere Tausendkünste das nördliche Klima zu mildern, uns noch immer ohne irgend ein Mittel gelassen, das Allerwichtigste zu einem milden und gesunden Klima, das Sonnenlicht, zu ersezen, worauf Alles zuvörderst ankommt, und ohne welches keine Besserung des Klima's möglich ist.)

A. d. Ue.

Ueber den Wechsel der Farbe der Fische,

je nachdem man dieselben in verschieden gefärbten, weißen oder schwarzen oder durchsichtigen Gefäßen aufbewahrt, hat Hr. Jak. Stark im Edinb. New Philosoph. Journ. Jul. Oct. 1830, S. 327. einige interessante Versuche mit

71)

Man rechnet in England bei Beheizung der Glashäuser jährlich 1/4 Bushel Steinkohlen auf den □ Fuß Glas. Ein Bushel = 111,6 Kubikzoll.

A. d. Ue.