Text-Bild-Ansicht Band 39

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Notiz über die ostindische Compagnie.

Man schäzt die Waaren der ostindischen Compagnie in Europa, die unverkauft blieben, auf 4,653,040 Pfd. Sterl., die verkauft und nicht bezahlt sind, auf 803,221 Pfd.; Werth an Schiffen und Fahrzeugen, 221,481 Pfd.; das East India House und die Magazine zu London auf 1,294,768 Pfd. (Herald. Galignani. N. 4865.)

Die Königinn von England beschüzt englische Manufacturen.

Die Königinn von England wünscht, daß die Damen in den Cercles, die sie gibt, sich nur in englische Stoffe kleiden. Während ganz England die Königinn dafür segnen, und die ganze verständige Welt sie preisen wird, macht ein Nachbeter Huskisson's sich über die gute und weise Königinn im Globe lustig. So sehr sind unsere heutigen Volksaufwiegler verrükt! (Galignani. N. 4903.)

Londoner Hutmachergesellen.

Die Londoner Hutmachergesellen ließen Ihrer k. Majestät durch Sir R. Wilson zwei Biberhüte überreichen, welche Ihre Majestät, wie sie sich auszudrüken beliebten, bedauerte nicht annehmen zu können, indem dadurch die Strohhutmacher und die Verfertiger seidener Hüte beeinträchtigt würden. Einen Reithut, sagte sie, würde sie annehmen. Die Hutmacher machen nun einen Reithut aus Biberhaar für die Königinn, der nicht mehr als acht Loth wiegen wird. (Courier. Galignani. N. 4859.)

Aufhebung von Schreiber-Sporteln in England.

Die Schreiber in England hatten es unter der vorigen Regierung so weit zu bringen gewußt, daß die Schiffe, die nach dem mittelländischen Meere ausliefen, an bloßen Sporteln 3 1/2 Pfund Sterl. (42 fl.) ihnen bezahlen mußten. Der gegenwärtige König verbot auf das Strengste mehr als 5 Shilling (3 fl.), die Stämpeltaxe für den Brief, zu nehmen. (Liverpool Advertiser. Galignani. N. 4848.)

Bureaukratie oder Schreiberregiment in England.

993 Oberschreiber und Kanzelleiherren beziehen in England jährlich 2,066,574 Pfd. Sterl., jeder im Durchschnitte jährlich 2081 Pfd. Sterl. (oder 20,810 fl. Conv. Münze). Von diesen haben 161 von 2,500 bis 5,000 Pfd. Sterl. des Jahres; 44 von 5 bis 10,000 Pfd. Sterl., 11 über 10,000 Pfd. (Herald. Galignani. N. 4907.)

Königl. Staatsdrukerei in England.

Nach Hrn. Hume zahlt England dem königl. Staatsbuchdruker jährlich für sein Monopol die Summe von 736,000 Sterling (8'832,000 fl.) Er erhält für den Bogen 2 1/2 Pence (7 1/2 kr.), während viele andere Druker den Bogen um 3 Farthings (Ein Farthing ist 3/4 Pence, also 3 Pfennig) oder um 2 kr. 1 pf. druken würden. Dieser Druker hat Siz und Stimme im Parliamente und muß für die Minister stimmen.

Wie Könige zuweilen von schlechten Bedienten technisch betrogen werden.

Der sel. König Georg IV. hatte einen Zukerbäker und einen Tapezierer in seinem Dienste. Beide waren Franzosen, und beide hatten den Auftrag einen Theil des Schlosses Windsor-Castle zu möbliren. Sie kauften die Möbel auf dem festen Lande und schleppten sie nach England, wo sie nun nicht weniger als 200,000 Pfund (2,240,000 fl.) dafür verlangen. Für einen einzigen Seiten-Tisch, der so ungeschikt und geschmaklos war, daß der sel. König ihn alsogleich aus seinen Augen verbannte, fordern diese Ehrenmänner jezt 8000 Pf. Sterl.