Text-Bild-Ansicht Band 39

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sie das Hecheln mit der Hand ersezt, wobei man von folgenden Daten ausgehen wird.

Ein geschikter Arbeiter erhält durch Hecheln mit der Hand aus 150 Pfund rohem Flachs und Hanf 120 bis 125 Pfd. zum Spinnen auf der Maschine geeignete Fäden.

Wenn man in einer Werkstätte zehn Weiber mit derselben Arbeit beschäftigt und jede mit zwei Hecheln, einer groben und einer feinen, versieht, so erzeugt jede Arbeiterinn an einem Tage oder in 12 Stunden Arbeitszeit, je nach ihrer Kraft 8 bis 12 Bündel im Gewicht von 44 Unzen, oder im Durchschnitt 10 gehechelte Bündel, woraus man 24 Unzen lange Fäden auf 44 gewinnt; es bleiben daher 18 bis 19 Unzen Heede und 1 bis 2 Unzen Staub.

Dieser zu 24 Unzen gehechelte Lein kann durch Maschinen in den Nummern 16 bis 24 (1,000 Meter auf das Kilogramm) gesponnen werden. Wenn man aber für die Nummern 8 bis 16 dieselbe Qualität Lein anwendet, so muß das Hecheln von 24 auf 32 Unzen gebracht werden, der Lein ist folglich weniger gut gehechelt, weil er im Verhältniß zur Quantität der langen Fäden mehr Heede enthält.

Für die Nummern über 24 muß man eine feinere Sorte und vollkommen gehechelten Lein anwenden.

Für das Hecheln eines Bündels von 44 Unzen, auf 24 Unzen langer Fäden reducirt, bezahlt man 10 Centimes, also 1 Fr. für das Hecheln von 10 Bündeln.

So muß auch die Hechelmaschine, welche die Gesellschaft verlangt, nach Belieben gehechelten Lein von verschiedenem Gewicht geben können, wie man ihn mit der Hand, Behufs der Verarbeitung durch Spinnmaschinen, verfertigt.

Die Concurrenten müssen ihre Maschinen vor dem 1. Juli 1832 an die Gesellschaft einschiken, und wenn sie ein Etablissement zum Hecheln mit Maschinen errichtet haben, so verlangt man von ihnen eine genaue Zeichnung nach dem Maßstabe und eine ausführliche Beschreibung, so wie Zeugnisse von den Ortsbehörden, was sie hinsichtlich aller vorgeschriebenen Bedingungen leisten.

Der Minister des Innern hat der Gesellschaft für diese Preisaufgabe 6000 Fr. zustellen lassen. (Bullet. des scienc. technol. August 1830, S. 364.)

Der Ertrag der Liverpool- und Manchester-Eisenbahn

war in den ersten neun Wochen bloß für Passagers 18,000 Pfd. Sterl. (180,000 fl. C. M.) (Galign. Mess. N. 4925. Courier.)

Wirkung des Frostes und Schnees auf die Liverpool- und Manchester-Eisenbahn.

Die Liverpooler Zeitungen melden, daß die Dampfwagen auf der Eisenbahn neulich auf bedeutende Schwierigkeiten stießen, indem sich die Schienen mit Eis überzogen. Man fand, daß die Räder der Dampfwagen, anstatt sich vorwärts zu bewegen, auf den Schienen gleiteten und sich herumbewegten, ohne große Fortschritte zu machen. Dieß war besonders der Fall, als man geneigte Ebenen hinauffuhr; aber in der That war auf dem ganzen Wege der Fortschritt der Dampfwagen mehr oder weniger verhindert, und die Züge, welche des Morgens abfuhren, legten den Weg fast alle in vier Stunden, anstatt zwei, zurük. – (Mechanics' Magazine, 22. Jan. 1831.)

Taxe auf den Dampf in England.

Die englischen Minister versuchten eine Taxe auf den Dampf zu legen, stießen aber dabei auf die Schwierigkeit, daß dem menschlichen Geiste dadurch Fessel für die Zukunft angelegt werden könnten, und gaben die Idee wieder auf. (Court. Journal. Galignani. N. 4920.)