Text-Bild-Ansicht Band 41

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Zuber J., zu Rixheim, Dept. du Haut-Rhin, den 30. Septbr., für 15 Jahre; auf eine Maschine, mit welcher man sowohl Papier mit Formdrähten, als Velinpapier, in einem Stüke zusammenhängend oder in einzelnen Bogen verfertigen, und das zusammenhängende Papier zerschneiden kann. (B. I.)

Hale's neue Methode Schiffe vorwärts zu treiben.

Hr. Wm. Hale ließ in der Sizung der Royal-Society vom 5. Mai 1831 sine Abhandlung über eine neue Methode Schiffe vorwärts zu treiben vorlesen in welcher er den Mangel an Erfolg, den bisher alle Versuche hatten, die angestellt wurden um Schiffe durch ein Ausströmen von Wasser aus dem Hintertheile des Schiffes vorwärts zu bewegen, lediglich den unzwekmäßigen Apparaten, die man hierzu anwendete, und nicht einem Fehler im Principe selbst zuschreibt. Er glaubt nämlich, daß die Gegenwirkung auf das Schiff, aus welchem ein bestimmtes Volumen Wasser ausgestoßen wird, keineswegs von dem Widerstande, den das Wasser von dem Medium erleidet, in welches es gestoßen wird, sondern lediglich von dem Momente der Bewegung abhängt, welches man der Masse gibt. Der Verfasser bringt daher in Vorschlag das Wasser durch ein Instrument fortzustoßen, das die Form einer excentrischen Krümme hat, der Spirale des Archimedes ähnlich ist, und welches um eine Achse bewegt wird. Der Widerstand, den dasselbe dem Wasser darbietet, in welches es untergetaucht wird, ergibt sich aus den verschiedenen Entfernungen der beiden Enden des spiralförmigen Fortstoßers von der Achse. Dieser Fortstoßer arbeitet in einer Büchse, die gleichfalls eine beinahe spiralförmige Form hat, und der Raum zwischen den beiden Enden der Spirale ist, wenn eine Umdrehung geschehen ist, offen, damit das Wasser, welches von dem Fortstoßer ausgetrieben wird, austreten kann. Der Boden der Büchse hat eine kreisförmige Oeffnung, deren Radius der Entfernung des kürzeren Endes des Fortstoßers von der Achse gleich ist. Das Wasser erleidet in diesem Kreise keinen Widerstand, bis es zu der Linie gelangt, welche die beiden Enden des Fortstoßers mit einander verbindet, wo dann sogleich die excentrisch gekrümmte Oberfläche des Fortstoßers auf dasselbe einwirkt. (Philosoph. Magaz. and Ann. of Philos. 1831 Jul. S. 41.)

Unglüksfall auf der Eisenbahn zwischen Liverpool und Manchester.

Samstags, den 6. August, als eine fortschaffende Maschine (Dampfwagen) fünf mit Waaren beladene Wagen nach Manchester zog, ward dieselbe aus den Geleisen der Eisenbahn geworfen und ganz umgestürzt, so daß der Maschinist und der Heizer unter den Kessel kamen. Als man sie herauszog, war der lezte todt, und der erste lebte nur noch 1 1/2 Stunden. (Galign. Messeng. 13. Aug. 1831.)

(Es ist dieß, leider! nicht der erste Unfall dieser Art, und wird auch nicht der lezte seyn, so lange man die gegenwärtig fast allgemein eingeführte Bauart von Eisenbahnen mit erhabenen Schienen (Edge-rails) beibehält. Denn da hierbei die Räder, um die Seitenreibung möglichst zu vermindern, nur durch einen schmalen, in schräger Richtung vorspringenden Rand auf den flachen und schmalen Schienen in ihrer Richtung erhalten werden, so muß der kleinste Stein, ein Stük Holz, oder irgend ein anderer zufälliger Weise quer über eine Schiene gefallene harte Körper bei einer außerordentlich schnellen Bewegung der Wagen das Hinausschleudern und Umstürzen derselben unvermeidlich verursachen.

Wenn daher durch die von Hrn. Ritter von Baader angekündigten Verbesserungen auch diese Gefahr entfernt wird, wie derselbe in seiner Anzeige (erstes Juliusheft des polytechn. Journ. S. 13.) versichert, daß seine fortschaffenden Maschinen, so wie die übrigen Wagen so gebaut sind, daß sie nie über die eisernen Geleise hinaus geworfen werden können,“ so erhalten seine Erfindungen einen desto höheren Werth. D. R.)

Tabelle zur Erleichterung der Berechnungen bei Hängebrüken.

Der berühmte Davies Gilbert Esq. V. P. R. S., der bereits im Jahr 1826 in den Philosophical Transactions eine Abhandlung über die mathematische Theorie der Hängebrüken niederlegte, gab in der Sizung der Royal-Society