Text-Bild-Ansicht Band 43

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Polytechnisches Journal.

Dreizehnter Jahrgang, erstes Heft.

I. Verbesserungen an den Apparaten zum Forttreiben von Bothen und zum Betriebe von anderen Maschinen durch Dampf, welche zum Theil auch zum Zweke der Verdampfung anwendbar sind, worauf William Church, von Haywood-House, Bordsley-Green bei Birmingham, am 29. November 1830 ein Patent erhalten hat.

Aus dem London Journal of Arts and Sciences. October 1831.

Mit Abbildungen auf Tab. I.

Der Patent-Träger beschreibt diese Verbesserungen unter den fünf folgenden Abtheilungen: Erstens, eine Construction von Oefen zum Hizen der Dampfkessel, wodurch ein vollkommenes Verbrennen des Brennmaterials erhalten wird; zweitens, ein Apparat, um die Kessel mit Wasser zu versehen; drittens, eine neue Construction der Kessel; viertens, eine neue Bauart von Dampfmaschinen; und fünftens, die Anwendung eines besondern Apparates, um die Hize, welche zur Erzeugung von Dampf verwendet worden ist, wieder zu gewinnen, und solchergestalt eine Ersparung von Brennmaterial bei allen Verdampfungsprocessen zu bewirken; wie aus den beigefügten Zeichnungen in allen einzelnen Theilen zu entnehmen ist.

Fig. 1 ist die perspectivische Darstellung eines an einem Kessel angebrachten Ofens; AA ist die Außenseite oder das Gehäuse, welches Wasser und Dampf enthält. Die innere Bauart des Ofens wird am besten in Fig. 2 ersichtlich, welche ein vertikaler Längendurchschnitt durch die Mitte ist.

In dieser Figur ist zu bemerken, daß die Kohlen, welche auf den Roststangen GG ruhen, durch ein konisches Rohr (einen Trichter) Z von Oben in den Ofen eingebracht werden. Wenn nun der Aschenfall verschlossen ist, und die zum Verbrennen nöthige Luft durch die ringförmige Gebläseöffnung YY eindringt, so treibt sie den Rauch durch das entzündete Brennmaterial nieder, und die aus demselben entwikelten Gase streichen durch die Feuerröhre in und unter dem Kessel. Dieser Feuerröhre gegenüber befindet sich ein kleines Thürchen H, welches auf das sorgfältigste luftdicht verschlossen ist; durch dieses Thürchen kann man die auf dem Roste zurükgebliebenen unverbrannten Kohlen (cinders) herausnehmen, und das Feuerrohr reinigen.